Samtgemeinderat muss über 231 000 Euro Mehrkosten entscheiden

Feuerwehrhäuser: Umbauten und Neubauten werden teurer

+
Eine geänderte Statik des Stahlbaus und Architektenhonorare schlagen vor allem in Wriedel zu Buche.

Wriedel/Natendorf/Brockhimbergen. Sie rücken bei Tag und Nacht, bei Wind und Wetter aus, investieren viel Zeit und Herz in ihr Ehrenamt, und sie sorgen dafür, dass sich die Menschen ein ganzes Stück sicherer in ihrem Leben fühlen dürfen – die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren in Stadt und Land.

Um ihnen für ihre Arbeit ein bestmögliches Umfeld zu schaffen, greifen die Kommunen oftmals tief in die Taschen – wohlwissend, dass es ohne die Wehren und ihr freiwilliges Engagement niemals ginge. In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf werden daher aktuell drei Gerätehäuser neu beziehungsweise ausgebaut. Und schon jetzt zeichnet sich ab: Mit den anfangs veranschlagten Kosten kommt man bei Weitem nicht aus.

So werden zu der für den Neubau in Wriedel geplanten eine Million Euro wohl weitere 193 000 Euro hinzu kommen. Vor allem eine geänderte Statik des Stahlbaus und Architektenhonorare für die Bauleitung sind Ursache dafür.

Beim Neubau in Brockhimbergen erhöhen sich vor allem die Baunebenkosten.

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Brockhimbergen wird sich aller Voraussicht nach um rund 32 000 Euro verteuern. Auch hier schlagen höhere Baunebenkosten – also unter anderem Planungs- und Architektenleistungen –, Mehrkosten bei der Gründung des Gebäudes aber auch der Einsatz von Geräten deutlich ins Kontor. Insgesamt wird das Brockhimberger Haus damit 158 000 Euro kosten.

Der Dachausbau des Hauses in Natendorf wird um etwa 6000 Euro teurer.

Beim Ausbau des Dachgeschosses im Natendorfer Feuerwehrhaus sind es zum Einen ebenfalls die Baunebenkosten, zum Anderen aber auch teurerer Zimmererarbeiten, die sich bemerkbar machen. Günstiger werden zwar dagegen Tischlerarbeiten, doch unterm Strich bleiben immer noch Mehrkosten von 6000 Euro, die damit die Gesamtkosten auf rund 41 000 Euro erhöhen.

„Es ist schon jetzt absehbar, dass die Kosten zu eng geplant worden sind und das Kostenbudget erhöht werden muss“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer auf der Internetseite der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. „Trotz der immensen Eigenleistung der drei Feuerwehren.“ Denn vor allem die Brandschützer in Brockhimbergen und Natendorf legen selbst viel Hand an – von Abrissarbeiten über Zimmerarbeiten, Fliesenlegen oder Sanitärinstallationen bis hin zu Arbeiten an den Außenanlagen, Trockenbau und Gerüstbau.

Der Bevensen-Ebstorfer Samtgemeinderat wird in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag (18 Uhr, Rathaus Ebstorf) über die Mehrkosten zu beschließen haben.

Von Ines Bräutigam

Kommentare