Haushalte gestern in Bad Bevensen und Hohenbünstorf auf dem Trockenen / Grund für Störungen weiterhin unbekannt

Erneut Wasserrohrbrüche: SVO startet Sanierung

wb Bad Bevensen. Anwohner der Jahnstraße sahen gestern rot: Ein Rohrbruch legte erneut zeitweise die Wasserversorgung in dem Bevenser Straßenzug lahm – zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen.

Erst Mitte des Monats mussten die Wasserleitungen in der Straße nahe des Bevenser Gewerbegebiets Fliegenberg geflickt werden – so wie an mehr als sechs anderen Stellen der Kurstadt. Haushalte in Bad Bevensen, Tätendorf-Eppensen und Hohenbünstorf saßen zeitweise auf dem Trockenen, Autofahrer mussten Umleitungen in Kauf nehmen.

Lesen Sie passend dazu:

Tag zwei ohne Wasser

Gestern waren dann erneut Haushalte an der Jahnstraße zeitweise ohne Wasser, auch in Hohenbünstorf drehten Anwohner vergeblich den Wasserhahn auf. Die Wasserversorgung der Diana-Klinik fiel kurz nach 11 Uhr für maximal 15 Minuten aus. „Dies hatte keine Auswirkungen auf den Klinikbetrieb“, erklärt Klinik-Sprecherin Birga Berndsen. Die Klinik wird über zwei Einspeisepunkte zur Dahlenburger Straße mit Wasser versorgt. Bei Störungen könne die Klinik auf die Ausweichversorgung umstellen. Berndsen: „Ein Risiko für eine längere Unterbrechung der Wasserzufuhr besteht entsprechend für die Diana-Klinik nicht.“

Die SVO, die das Wasserleitungsnetz betreibt, zieht aus den erneuten Störungen in der Wasserversorgung nun Konsequenzen: „Wir sanieren jetzt“, kündigt Andreas Gerow, Pressesprecher der SVO Vertrieb GmbH, gestern an. Eigentlich sei die SVO noch mitten in der Ursachenforschung zu den letzten Rohrbrüchen – Materialproben sollten eingeschickt und untersucht werden. Diesen Prozess hat die Gesellschaft nun aber auf Eis gelegt. Stattdessen werden Jahnstraße, Medinger Straße und Medinger Allee mit neuen Rohren ausgestattet. Gerow: „Die Sanierung der Straßen wird vorgezogen – im Sinne der Versorgungssicherheit. Es haben sich in den drei Straßen in letzter Zeit die Probleme gehäuft.“ Eigentlich sei die Sanierung der Leitungen erst in zwei bis drei Jahren dran gewesen. Zuerst wird die Jahnstraße angepackt. Ihre Sanierung wird etwa vier bis sechs Wochen dauern. Ob das Alter der Rohre Grund für die Störungen ist, ist bisher aber noch unklar. Gerow: „Wir können da nur Vermutungen anstellen. Wasserleitungen können 100 Jahre in der Erde liegen. Diese sind etwa 50 bis 60 Jahre alt.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare