Samtgemeinderat fasste in rekordverdächtigem Tempo Beschlüsse

Elternvertreter im Amt

Während die Kleinen fleißig lernen, machen sich ihre Eltern für ihre Belange stark: Für die Grundschulen in der neuen Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf wurden auf der vergangenen Sitzung des Samtgemeinderates die Elternvertreter benannt. Archivfoto: Ph. Schulze

Bad Bevensen. Die dritte Sitzung des neuen Samtgemeinderates Bevensen-Ebstorf wird sicher als eine der kürzesten in die Geschichte eingehen.

Pünktlich um 18 Uhr eröffnete der Ratsvorsitzende Frank Hagel – er wurde während der konstituierenden Sitzung in Abwesenheit in das Amt gewählt – die Sitzung im Kurhaus von Bad Bevensen und zwanzig Minuten später war die 17 Punkte umfassende Tagesordnung abgearbeitet, die Sitzung wurde geschlossen. Eine Handvoll Zuhörer hatte sich eingefunden, doch sie hatten – obwohl zu Beginn und am Ende der Ratssitzung eine Einwohnerfragestunde angesetzt war – keine Nachfragen.

Hagel wurde durch Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer zu Beginn der Sitzung per Handschlag nach der Pflichtenbelehrung verpflichtet. Einstimmig folgte das Votum, dass die neue Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ihren Beitritt zur Niedersächsischen Versorgungskasse mit Wirkung zum 1. November 2011 erklärt. Für die beiden ehemaligen Samtgemeinden Bevensen und Altes Amt Ebstorf bestand vor der Fusion eine Mitgliedschaft.

Ebenfalls einstimmig fasste das Gremium die durch die Fusion nötig gewordene Anpassung der Richtlinien für die Aufnahme und Umschuldung von Krediten. Die Jahresrechnung 2010 und die Entlastung des ehemaligen Samtgemeindebürgermeisters Knut Markuszewski erfolgte bei sechs Enthaltungen.

Als Schulträger von Waldschule Bad Bevensen, Mauritius-Schule Ebstorf, der Grundschulen Wriedel, Himbergen und Altenmedingen benannte der Samtgemeinderat einstimmig Lehrer- und Elternvertreter und deren Vertreter in den Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport: Anke Sethmann und Simone Jöhnke-Gausmann als Lehrervertreter (Vertreter Tobias Malina, Renate Schlenker); Thomas Krieger und Birgit Elbers als Elternvertreter (Vertreter Ramona Sing, Kathrin Richter). Ebenfalls ohne Gegenstimme sprach sich der Samtgemeinderat für die öffentliche Ausschreibung einer Gleichstellungsbeauftragten aus. „Auch diese Entscheidung ist bedingt durch die Fusion zu treffen“, informierte Hans-Jürgen Kammer. Beide ehemaligen Samtgemeinden hatten Gleichstellungsbeauftragte. Er hofft, dass zahlreiche Bewerbungen eingehen.

Rasant ging es weiter in der Tagesordnung. Bei drei Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen genehmigte der Rat eine außerplanmäßige Aufwendung und die Auszahlung von 12 300 Euro für die Abwicklung des unterlassenen Einbaus einer Rauchschutzabtrennung im Rathaus an der Lindenstraße 1. Seinerzeit wurde der Einbau, obwohl Bestandteil der Baugenehmigung von 1994, versäumt und muss, unabhängig von der Veräußerung des Gebäudes, von der Samtgemeinde nachgeholt werden.

Von Gudrun Kiriczi

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