„Aufwändiger als gedacht“

Einigung über Anhandgabevertrag fürs Thermenhotel zieht sich in die Länge

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Ein Thermenhotel soll den „Kurcampus“ komplett machen: Mit diesem Schaubild – das inzwischen an anderer Stelle aufgebaut wurde – informieren die potenziellen Investoren über ihr Vorhaben zwischen neuem Kurhaus und Jod-Sole-Therme.

Bad Bevensen. Anfang April dieses Jahres fiel die Entscheidung, mit der Investorengruppe Thieme einen sogenannten Anhandgabevertrag für den Bau eines Thermenhotels zwischen Kurhaus und Jod-Sole-Therme abzuschließen (AZ berichtete).

Knapp fünf Monate später gibt es noch immer keine Unterschriften unter dem Vertragswerk, das den potenziellen Investoren ein exklusives Recht für die Planung dieses Projekts einräumt. „Wir befinden uns noch in der Verhandlungsphase“, sagt Bad Bevensens Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer, der auch den Verwaltungsausschuss am Mittwochabend über den Stand der Dinge informiert hat. Und er räumt ein: „Das ist alles aufwändiger als wir gedacht haben. “.

Der erste Vertragsentwurf der Stadt sei von der Investorengruppe überarbeitet worden, wieder an die Stadt gegangen, die nun wiederum Änderungen vorgenommen und den Entwurf abermals an die Investoren geschickt hat. „Das ist ein Abtasten von beiden Seiten“, erläutert Kammer dazu. Und aus Sicht Alexander Thiemes von besagter Investorengruppe auch „ein ganz normaler Prozess“. Schließlich handele es sich bei einem Anhandgabevertrag nicht um ein standardisiertes Schriftstück, sondern um eine Vereinbarung, die sehr individuell auf das Projekt zugeschnitten sei. „Wir sind guter Dinge und führen sehr fruchtbare Gespräche“, so Thieme, der wegen der laufenden Verhandlungen auf Details nicht weiter eingehen möchte.

Hans-Jürgen Kammer erklärt, dass einige noch auszuhandelnde Aspekte in dem Vertrag baulicher Art seien – zum Beispiel die Gebäudehöhe betreffend. Aber auch die Fragen, was passiert, wenn die Investoren für eine Konkretisierung der Planungen länger als die vereinbarten zwölf Monate benötigen, zu welchem Zeitpunkt ein Betreiber nachgewiesen werden soll oder was geschieht, wenn der Bebauungsplan nicht – wie erforderlich – geändert werden kann, sind noch offen.

Von Ines Bräutigam

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