Neues Feuerwehrhaus für Wriedel: Ausschuss tagt heute

Einigung im Boxen-Streit?

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Das derzeitige Domizil der Wriedeler Brandschützer soll erneuert werden. Heute berät der Feuerwehrausschus darüber, ob für 1 003 500 Euro neu gebaut wird.

Wriedel/Bad Bevensen. Ein Dauerbrenner wird heute im Feuerwehrausschuss der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf diskutiert: das neue Feuerwehrhaus für die Wriedeler Brandschützer.

Bereits in der ehemaligen Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf, die 2011 in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf aufging, wurde das Thema kontrovers diskutiert. Auch in der fusionierten Samtgemeinde hatte es in den vergangenen Jahren emotionale Debatten gegeben. Nun steht ein Beschlussvorschlag zur Abstimmung bereit: Für insgesamt 1 003 500 Euro soll in Wriedel ein Feuerwehrhaus mit vier Einstellboxen gebaut werden. 930 000 Euro würde die Samtgemeinde übernehmen, zu einem Eigenanteil von 64 800 Euro hat sich laut Sitzungsvorlage die Ortswehr bereit erklärt. Stimmt der Feuerwehrausschuss der Samtgemeinde heute in öffentlicher Sitzung, die um 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Bad Bevensen beginnt, zu, sind am Donnerstag noch Samtgemeindeausschuss und Samtgemeinderat am Zuge. Letzterer diskutiert das Thema am um 18 Uhr im Landgasthof Stössel in Bohndorf.

Findet sich für das umstrittene Bauvorhaben diese Woche eine politische Mehrheit, könnten gleich mehrere Akteure aufatmen: Die Feuerwehr Wriedel, weil ihr über Jahre diskutiertes Feuerwehrhaus in die Umsetzung geht, und die Samtgemeinde, weil 2013 letztmalig Aussicht auf eine Förderung aus der Feuerschutzsteuer besteht. 40 Prozent der Ausgaben könnten demnach vom Landkreis Uelzen übernommen werden. Rückblick: In den vergangenen Jahren wurde der Neubau für die Freiwillige Feuerwehr kontrovers diskutiert – die Meinungen von Brandschützern, Politikern und Verwaltungsmitarbeitern driftete teils stark auseinander. Streit gab es unter anderem über die Anzahl der Einstellboxen – drei oder vier Boxen waren im Gespräch.

Der Grund: Obwohl das vierte, 30 Jahre alte Fahrzeug der Ortswehr, wenn es kaputt ist, nicht ersetzt werden soll, und drei Einsatzfahrzeuge für eine Stützpunktfeuerwehr wie es Wriedel eine ist, laut Richtlinie ausreichen sind, hatte die Ortswehr auf vier Fahrzeug-Einstellboxen bestanden. Das Ergebnis monatelanger Gespräche liegt heute nun zur Abstimmung dem Fachausschuss vor. „Wir haben etliche Male zusammengesessen und uns nun auch innerhalb der Samtgemeinde geeinigt“, sagte Wriedels Gemeindebrandmeister Hans-Werner Gade gestern auf Nachfrage der AZ.

Von Wiebke Brütt

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