Wie in einer anderen Welt

Eigentlich ist die Salzgrotte zum Entspannen da – doch es werden in Bad Bevensen auch Angebote für Kinder unterbreitet. Vor allem bei Haut- und Atemwegsbeschwerden kann das Klima der Grotte erleichternd wirken.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam. Rund 20 Tonnen Himalaya-Salz aus Pakistan und jede Menge Meeressalz aus dem Toten Meer werden in Kürze eine neue Attraktion im Bad Bevenser Kurzentrum bilden: Die Terrapol Salzgrotte Labryga GbR aus Düsseldorf wird dort eine Salzgrotte bauen. Die Bevenser Kurgesellschaft verpachtet dafür einen Leseraum sowie das ehemalige Büro von Stadtmanager Gerhard Kreutz (der ins Obergeschoss umgezogen ist) im Erdgeschoss des Wandelganges.

„Zurzeit laufen noch die Verhandlungen“, sagt Unternehmerin Ewa Labryga auf Nachfrage der AZ. Denn die tonnenschwere Grotte, die rund 50 Quadratmeter Fläche haben wird, stellt auch an die Statik des Kurzentrums höchste Ansprüche. Ende August sollen dann aber die Arbeiten für die Grotte beginnen, und nach einer Bauzeit von vier bis fünf Wochen soll Mitte Oktober, hofft Ewa Labryga, Eröffnung gefeiert werden.

Die beiden Räume des Kurzentrums, die miteinander verbunden werden sollen, werden vollständig mit den pakistanischen Kristallsalzblöcken ausgekleidet – in den Farben Lachsrosa bis Orange, wie man sie auch von den Himalaya-Salzlampen kennt. „Der Boden wird mit dem Salz aus dem Toten Meer belegt“, so Labryga.

Die Gäste können dann in dieser Atmosphäre, die bei etwa 19 bis 20 Grad ein Mikroklima hat, wie man es sonst nur am Meer oder in den natürlichen Salzheilstollen vorfindet, entspannen und: etwas für ihre Gesundheit tun. Denn jeder Atemzug liefert, auf einem Liegestuhl liegend, Mineralien wie Jod, Magnesium, Calcium, Kalium, Brom und Eisen.

Bei Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten, Asthma, Schlafstörungen oder Allergien und Depressionen kann die mit Salzverbindungen gesättigte und ionisierte Luft Linderung verschaffen und den Heilungsprozess beschleunigen. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 50 Prozent. Leise Entspannungsmusik, Lichtspiegelungen und kleine Salinen – so genannte Gradierwerke – sollen zum Wohlbefinden der Gäste beitragen. Eine Sitzung beträgt 45 Minuten.

„Man fühlt sich in diesen Grotten wie in einer anderen Welt“, verspricht Ewa Labryga. Die Gäste können in ganz normaler Straßenkleidung in die Grotte kommen, lediglich für die Schuhe gibt es Überzieher – um Schuhe und Meersalz gleichermaßen zu schützen.

Terrapol ist seit sechs Jahren auf dem Markt und betreibt bereits Salzgrotten in Bad Lippspringe, Bad Salzuflen, Bad Wildungen, Bad Rothenfelde und Düsseldorf. In der Bad Bevenser Salzgrotte sollen auch Kurse angeboten werden, unter anderem für Kinder. So wird es Spiele im Salz geben oder Traumstunden, bei denen Märchen vorgelesen oder Schatzsuchen gestartet werden. Auch Yoga, Atemkurse oder Klangschalenkonzerte sind geplant.

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