Barumer Gemeinderat steht hinter Landmaschinenbetrieb an der B 4

Eine Halle als Schallschutzwand?

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Die Gemeinde sucht seit Beginn der 2000er Jahre Käufer für das rund 20 000 Quadratmeter große Gelände neben der Autowerkstatt. Nun will ein Landmaschinenhandel möglichst schnell bauen.

Barum/Tätendorf-Eppensen. Der Rat der Gemeinde Barum ist sich einig, einzig das Gewerbeaufsichtsamt aus Lüneburg hat Bedenken. Es geht um den geplanten Landmaschinenbetrieb an der Bundesstraße 4.

Ohne Gegenstimme befürwortete der Rat am Dienstagabend den neuen Bebauungsplan.

Wird er umgesetzt, dann entsteht neben der Autowerkstatt von Bernd Hörner eine 76 Meter lange und neun Meter hohe Halle. Die Zufahrt erfolgt hinter dem Kfz-Betrieb. Eine weitere, kleinere Zufahrt erfolgt zur Straße Zum Lindenberg. „Falls einmal ein Mähdrescher in der Ausfahrt stehen bleibt, gibt es dann eine weitere Möglichkeit“, erläutert Wolfgang Stöhr vom gleichnamigen Planungsbüro Stadtplanung und Dorfentwicklung aus Lüneburg.

Seit Anfang der 2000er Jahre besitzt die Gemeinde das rund 20 000 Quadratmeter große Grundstück. Der Rat der Gemeinde musste nun einem neuen Bebauungsplan zustimmen, weil statt ursprünglich angedachter mehrerer Parzellen nur noch ein großes Gebäude auf der Fläche stehen wird.

„Der aktuelle Entwurf hat ein anderes Gesicht als der Vorentwurf“, erklärte Stöhr. Noch laufen immer noch Änderungen mit dem Investor. Überrascht war Stöhr über die Äußerungen des Gewerbeaufsichtsamtes. Es hat aufgrund der neuen Situation Bedenken zum Lärmschutz geäußert. Der Grund: Ursprünglich waren auf dem gelände vier Parzellen angedacht. Für die Grundstücke an der Bundesstraße galten jedoch andere Auflagen als für die Flächen am Wohngebiet. Kurz gesagt: Die Betriebe an der B 4 dürften lauter arbeiten. Da es jetzt aber nur noch ein Gebäude ist, schaltete sich das Gewerbeaufsichtsamt ein. Gemeindedirektor Hans-Jürgen Kammer und Stöhr sehen es jedoch anders, weil der Werkstattbereich des Landmaschinenbetriebs eh an der Bundesstraße liegen wird.

Die Zeit drängt, der Investor will zeitig beginnen. „Bis Ende März müssen wir die Baugenehmigung vorlegen“, mahnte Kammer an. Mit dem Bauantrag beim Landkreis müsse der Antragsteller ein Lärmgutachten einholen.

Im Bezug auf möglichen Lärm versicherte Stöhr, dass es keinen Nachtbetrieb geben werde. Jan Wilhelm Strampe sieht einen Vorteil in der Größe der Halle: „Sie schirmt den Lärm der B 4 ab und wirkt wie eine Lärmschutzwand.“ Der aktuelle Bebauungsplan „Gewerbegebiet Tätendorf Neuaufstellung“ liegt ab Donnerstag, 19. Dezember, im Gemeindehaus in Barum und im Rathaus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf aus und kann eingesehen werden.

Von Jörn Nolting

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