Saatbau Stoetze verzeichnet mit 16,7 Millionen Euro zweitbesten Umsatz ihrer Geschichte / Appell zu Einigkeit vom Vorstand

„Eine Genossenschaft lebt vom Miteinander“

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Das Saatbau-Stoetze-Gebäude in Stoetze.

fz Stoetze. „Auch künftig wird es wichtig sein, dass sich weiterhin jeder mit der Saatbau Stoetze identifiziert“, appellierte Otto Mennerich an die 144 Mitglieder. „Das heißt, die Saatbau ist ein Teil unserer Betriebe und unsere Betriebe sind ein Teil der Saatbau.

Wir sind kein anonymer Handelspartner, sondern Teil unserer Region. Darauf können wir sehr stolz sein, denn sonst wäre hier nichts“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende zu Beginn der 85. Generalversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft Stoetze in Boecke. „Wir haben kurze, direkte Wege und persönlichen Kontakt, sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichzeitig. Eine Genossenschaft wie unsere lebt vom Miteinander. Sonst brauchten wir sie nicht“, so Mennerich. Umso wichtiger für die Saatbau sei es, zu jeder Zeit gut aufgestellt und wettbewerbsfähig zu sein. Dazu brauche sie auch die Mithilfe aller Mitglieder, denn das Führungsgremium und die Firma allein könnten das nicht vollends erfüllen.

In seinem Jahresbericht über die Entwicklung des Geschäftsjahres 2012/2013 und über das laufende Jahr führte Geschäftsführer Volker Borrmann akribisch mit „Soll und Haben“ durch alle Sparten. Dabei konnte der Geschäftsführer von einem erfolgreichen Geschäftsjahr berichten, in dem die Genossenschaft mit 16,7 Millionen Euro den zweithöchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielte. Die Umsatzsteigerungen, so Borrmann, lägen vorwiegend in den Bereichen Kartoffeln und Zwiebeln begründet. Die guten Auszahlungspreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sorgten für eine gute Stimmung in der Landwirtschaft. „Es wird wieder kräftig investiert“, stellte der Geschäftsführer fest und bezog das auch auf die Saatbau Stoetze. „Dort wurde die Saatgut-Aufbereitungsanlage modernisiert und um einen Fotoausleser ergänzt.“ Geplant sei eine neue Düngerlagerhalle.

Verbandsprüfer Hans-Wolfgang Richter attestierte der Saatbau im Prüfungsbericht 2012/2013 eine geordnete Vermögens- und Finanzlage. Verbesserungen in der Eigenkapitalausstattung seien unverändert anzustreben, vornehmlich wegen der in jüngster Vergangenheit getätigten Investitionen.

Die Jahresbilanz von 7,5 Millionen Euro genehmigte die Versammlung ebenso einstimmig wie den Jahresgewinn von 14 131 Euro, den sie anteilig der gesetzlichen und anderen Ergebnisrücklagen zuführte.

In den Vorstand wiedergewählt wurde Carsten Möller aus Hohenzethen, in den Aufsichtsrat Friedrich-Wilhelm Gaus aus Stoetze. Auf eigenen Wunsch schied Bernd Schulz aus Reddien wegen Betriebsübergabe aus dem Aufsichtsrat aus.

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