Altenmedinger sind für Pläne offen

Drei Flächen für Windkraft

Die Gemeinde Altenmedingen ist „flächenstark“, wie der Bürgermeister sagt, und hat reichlich Platz für die Ausweisung von Windkraft-Standorten. Foto: Wendlandt

Altenmedingen. Während sich andere Gemeinden mit Händen und Füßen gegen die Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen wehren, steht man in Altenmedingen diesen alternativen Energieanlagen offen gegenüber: Der Rat hat jetzt, bei einer Gegenstimme, drei solchen Standorten in der Gemeinde zugestimmt.

 „Die Gemeinde will noch Windenergie zulassen, weil wir eine flächenstarke Gemeinde sind“, erklärte Bürgermeister Werner Marquard (CDU).

Ein Fachbüro hatte die drei Standorte in der Gemeinde ausgelotet, weil der Landkreis derzeit im Rahmen des Regionalen Raumordnungsprogramms entsprechende Standorte bei den Kommunen abgefragt hatte: eines zwischen Aljarn und Bohndorf, ein weiteres westlich von Bostelwiebeck und Gienau und ein drittes bei Secklendorf, das exakt auf der geplanten Trasse für die Autobahn 39 liegt. „Wenn die Autobahn kommt“, sah Bürgermeister Marquard die Problematik dort völlig entspannt, „dann kann man daran entlang bauen.“

Vor allem für die Fläche bei Bostelwiebeck/Gienau gibt es Ideen, einen so genannten Bürgerwindpark zu bauen. Private würden die Anlagen dann planen, projektieren und aufstellen. Nicht nur die Akzeptanz in der Bevölkerung wäre dann besser, ahnt Werner Marquard. Ein Bürgerwindpark, für den Verwaltungsausschuss bereits grünes Licht gegeben hat, hätte laut Bürgermeister einen weiteren charmanten Effekt: „Die Wertschöpfung würde in der Gemeinde bleiben.“

Ratsherr Markus Tipp fand es allerdings problematisch, dass sich die Gemeinde auf drei Standorte für Windkraft festlegte. „Das steht uns gar nicht an“, stellte er fest und stimmte gegen den Verwaltungsvorschlag. Außerdem schließe man andere Optionen für Windkraftflächen automatisch aus. Ein Problem, das die anderen Ratsleute allerdings nicht so sahen – schließlich würden die endgültigen Entscheidungen über Standorte für Windräder von Landkreis und Gemeinde gemeinsam getroffen.

Von Ines Bräutigam

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