Feller (Grüne), Lühr-Peschke (CDU) und Hellmanzik (SPD)

Bürgermeisterwahl in Bad Bevensen: Drei Bewerber sind im Rennen

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Will weitermachen: der jetzige Bürgermeister von den Grünen, Martin Feller (links). Kandidiert noch einmal für die CDU: Susanne Lühr-Peschke. Geht für „die gute alte SPD“ ins Rennen: Hans-Peter Hellmanzik (rechts). 

Bad Bevensen. Das Rennen um den Bürgermeister-Posten in Bad Bevensen ist eröffnet: Drei Kandidaten haben sich für dieses Ehrenamt beworben: für die CDU Susanne Lühr-Peschke, als Kandidat der SPD tritt Hans-Peter Hellmanzik an, und auch der amtierende Bürgermeister Martin Feller (Grüne) will es noch einmal machen.

Susanne Lühr-Peschke hatte schon einmal vor fünf Jahren ihren Hut für den Posten als Bürgermeisterin in den Ring geworfen. Damals unterlag sie Martin Feller, der mit den Stimmen von SPD, WBB und Grünen gewählt wurde. Für sie kein Grund, es nicht noch einmal zu versuchen. „Ich stehe für eine pragmatische Stadtpolitik“, sagt Lühr-Peschke, „und das möchte ich den Bürgern vermitteln.“

Neben ihren Steckenpferden Jugendarbeit und Tourismus, für die sie sich als Bürgermeisterin besonders stark machen würde – vor allem für das Thermenhotel und flexible Öffnungzeiten im Kindergarten –, sieht sie vor allem die Notwendigkeit, „sinnvolle Entscheidungen zu treffen und die Menschen dabei mitzunehmen“. Nach dem Prinzip „Auskommen mit dem Einkommen“, sagt sie, wolle sie vor den Bürgern vertreten, dass trotz aller Wünsche, die es geben möge, alles „im Einklang mit den Finanzen stehen muss“.

Für Hans-Peter Hellmanzik und seine sozialdemokratischen Kollegen war es völlig klar: „Die gute alte SPD braucht einen eigenen Kandidaten.“ Bei der Suche nach einem geeigneten Bewerber in den eigenen Reihen sei die Wahl dann irgendwann auf ihn gefallen. Aus beruflichen, privaten oder anderen Gründen seien alle anderen ausgeschieden. „Mir blieb dann fast nichts anderes übrig“, sagt Hellmanzik. Obwohl er doch schon 72 sei. „Das Gestalten und Am-Menschen-Sein“ sehe er als seine vornehmliche Aufgabe als Bürgermeister. Auch inhaltliche Ziele habe er natürlich für die Stadt Bad Bevensen, mit denen er zu gegebener Zeit auch an die Öffentlichkeit gehen werde.

Auf die Frage, ob Amtsinhaber Martin Feller noch einmal kandidieren werde, sagt der sofort: „Na klar!“ Er werde „auf jeden Fall“ wieder antreten, und das vor allem aus einem Grund: „Bad Bevensen ist meine Stadt geworden.“ Er habe in seiner bald fünfjährigen Amtszeit „viel über das Leben hier mitbekommen“, habe vieles über die Menschen, Vereine und Institutionen gelernt, sagt er.

Er sei Ansprechpartner für viele Menschen und sehe seine Aufgabe darin, ihre Anliegen an die Verantwortlichen weiterzuleiten. Und das wolle er auch weiterhin tun. Das nachhaltige Gestalten hin zu einem „grünen Kurort“ schreibt sich Feller ebenso auf die Fahnen wie Inklusion und Bürgerinformation. In seiner jetzigen Amtszeit sei er diesbezüglich oftmals „ein ziemlich guter Botschafter für Bad Bevensen“ gewesen.

Die Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) werde keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, erklärt Sprecher Johann-Henrich Vietor auf AZ-Nachfrage. „Die Postenvergabe ist der letzte zu behandelnde Punkt nach der Wahl, Sachfragen sowie Art und Form möglicher Zusammenarbeit mit anderen politischen Gruppierungen stehen eindeutig im Vordergrund“, sagt Vietor.

Auch die „Bürger für Bad Bevensen“ (BfB) werden keinen Bürgermeister-Kandidaten aus den eigenen Reihen stellen, sagt die Vorsitzende Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka. Aus ihrer Sicht sei es ohnehin nicht notwendig, für Bad Bevensen gleich drei Bürgermeister zu stellen – nämlich einen ehrenamtlichen Bürgermeister und zwei Stellvertreter.

Von Ines Bräutigam

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