Zweitägiges Spektakel in Bad Bevensen / Fahrt mit alten Raddampfer auf dem Elbe-Seiten-Kanal

Der doppelte Kaiser Wilhelm

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Immer eine Augenweide die Gruppe Salonlöwen und Hupfdohlen in Aktion im Wilhemspark von Bad Bevensen.

Bad Bevensen. Zum elften Mal hieß es „Der Kaiser kommt“. Was der Verein gleichen Namens auf die Beine gestellt hat, ist allen Lobes wert.

Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt der Gesellschaft mit dem historischen Raddampfer von Scharnebeck nach Bad Bevensen.

Der historische Hintergrund für die Veranstaltung ist der Besuch von Kaiser Wilhelm als er 1871 von Berlin kommend in Bevensen mit dem Zug ankam, um mit seinem Hofstaat in Kutschen in sein Jagdrevier Göhrde weiterzureisen.

Am Ufer in Bad Bevensen verfolgten hunderte Zuschauer das Einlaufen der Kaiser Wilhelm mit Fahrgästen und Kaiser Wilhelm.

Hunderte Gäste kamen zu der Veranstaltung und waren begeistert. Launig moderierte „Hauptmann“ Manfred Paul Schulz das Programm an beiden Tagen, denn die Veranstaltung begann diesmal schon am Sonnabend. Kaiser Wilhelm kam mit Kaiser Wilhelm nach Bad Bevensen. Der historische über einhundert Jahre alte Raddampfer Kaiser Wilhelm, einer der letzten weltweit, der noch mit Kohle befeuert wird, holte die Gesellschaft in Scharnebeck ab. Für 260 Fahrgäste war es ein Erlebnis, den Höhenunterschied von 18 Metern von der Elbe zum Heidesuez in nur zehn Minuten zu überwinden. Hunderte Schaulustige sammelten sich am Bevenser Hafen, um die Gesellschaft zu begrüßen. Die Vorderlader aus Uelzen schossen Salut, der Eisfelder Musikzug spielte zünftig auf und der Shantychor Himberger Jungs sang Seemannslieder. Dann spazierte die Gesellschaft zum Wilhelmspark am Bahnhof.

Der Schlacht von Langensalza vor 150 Jahren wurde mit der Niederlegung eines Kranzes gedacht.

Am gestrigen Sonntag gab es zwei Höhepunkte: Das Gedenken mit Kranzniederlegung an die vor 150 Jahren stattgefundene Schlacht von Langensalza zwischen Hannover und Preußen während des Deutschen Krieges und die Ankunft des Kaisers am Bahnhof, der von hunderten Zuschauern begrüßt wurde. Nach dem Abschreiten der Ehrenfront ging es in den Wilhelmspark. Wo der kleine 9-jähriger Fähnrich Hardy aus Lüneburg der Kaiserin einen Blumenstrauß überreichte. Sie dankte der Stadt für die Unterstützung, nur dadurch sei es möglich eine solche große Aktion durchzuführen. „Wir wollen mit unserer Veranstaltung die Geschichte wieder näher bringen, weil vieles vergessen wird“, sagte die Kaiserin, wie auch alle anderen Darsteller verzichtete sie auf eine Gage.

Der Kaiserliche Jäger gibt seinen Bericht an den Kaiser über den Wildbestand, damit Majestät eine erfolgreiche Jagd hat.

Den ganzen Nachmittag herrschte Hochstimmung musikalisch umrahmt vom Eisfelder Spielmannszug und den Altmarksängern. Zur Überraschung gab es eine Hymne auf Bad Bevensen. Dort hieß es: „Hätte früher man die Quellen angezapft, hieße Bevensen vielleicht Kaisers Ruh“.

Eine Fotogalerie zum Spektakel „Der Kaiser kommt“ finden Sie im Laufe des Tages auch unter

Von Gudrun Kiriczi

Kaiser Wilhelm mit der "Kaiser Wilhelm" auf Tour

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