Landespolizei-Orchester gibt nuancenreiches Konzert im Bad Bevenser Kurhaus

Und dann summt der „Moskito“...

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Das Landespolizei-Orchester Mecklenburg-Vorpommern bot ein stimmiges Konzert im neuen Kurhaus.

Bad Bevensen. Die Trommeln rasseln und dann setzt das Orchester ein. Ein Lächeln huscht über viele Gesichter des großen Publikums im neuen Kurhaus, als nach wenigen Takten erkannt wird, was da gespielt wird: der legendäre Radetzky-Marsch. Begeistert wird mitgeklatscht.

Der Meister des Dirigentenstabs des Landespolizei-Orchesters Mecklenburg-Vorpommern, Christof Koert, dreht sich um, strahlt und nickt dankbar. Das Landespolizei-Orchester hat schon mehrfach in Bad Bevensen gastiert, aber zum ersten Mal jetzt auf der großen Bühne im neuen Haus.

„Hoffentlich sind wir nicht zu laut“, merkt einer der beiden Moderatoren an. Nein, es ist alles stimmig. Ein toller Klang, nuancenreich musiziert und eine super Akustik.

Das Programm ist schwungvoll, zünftig, schmissig und keck. Besinnliche, ruhige, sanfte, cantabile Momente, eher weniger Märsche, Polkas, Walzer, Melodien aus Operette und Film, Originalkompositionen für Blasorchester und auch Arrangements wechseln einander ab. Da erklingt das majestätische Finale aus Aida, die Csárdás Fürstin wirbelt auf der Bühne. Zwischendurch geben die Moderatoren kleine Gedichte zum Besten – etwa von Wilhelm Busch „Die Fliege“. Das wird musikalisch umgesetzt und im rasant flatternden, piesackenden „Moskito“ wird das Insekt mit dem letzten Schlag vernichtet.

Solisten aus dem 30-köpfigen Orchester belegen ihr Können in wahren Bravourstücken. Zum Ende des ersten Teils wird es gar gesanglich und plattdeutsch. Das Duo Penske schmettert das „Tüddelband“, angeblich aus Mecklenburg-Vorpommern, hier aber aus Hamburg bekannt. Und es kommen noch weitere Bekannte: Hans Albers, Kate (aus „Kiss me Kate“) oder „Die alten Kameraden“. Rundum: ein unterhaltsamer Abend, fesselnde Musik!

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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