Heidekartoffelfest in Bad Bevensen erlebt Besucheransturm / Musik, Tanz, Schätzaufgabe und viele kulinarische Genüsse

Bunter Markt mit köstlichen Knollen

+
Die Majestäten mit ihren Begleitungen stellten sich gestern zum Gruppenfoto vor dem Bad Bevenser Kurhaus auf.

Bad Bevensen. Das Heidekartoffelfest am Wochenende in Bad Bevensen hat die vorherigen um einiges übertroffen, was Genuss, Aktionen und Unterhaltung betraf. Es sorgte für wahre Besucherströme. Waren es anfangs 16 Beteiligte beim Umzug, stieg diese Zahl diesmal auf über 40.

Auch attraktive Herbstblumen gab es gestern in der Bad Bevenser Innenstadt.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Kartoffel. Lecker zubereitet und mit netten Geschichten um die tolle Knolle gab es am Sonnabend bereits den Auftakt beim Heidekartoffelabend im „Anno 1824“. Gestern folgte der Erntedankgottesdienst mit Pastor Hermann-Georg Meyer und dem Emmendorfer Posaunenchor in der Dreikönigskirche. Dort hatten Walmstorfer Frauen den Altar geschmückt und es ließen sich viele Details entdecken. Ob herzförmige Kartoffel, Hopfen oder Hagebutten: Die Vielfalt im Großen und Kleinen war unübersehbar.

Vor allem bei jüngeren Besuchern kam Zuckerwatte gut an.

Seitens der Gemeinde gab es nach dem Gottesdienst Kaffee und Kuchen sowie verschiedene Kartoffelspezialitäten. Viele Hände hatten dafür gesorgt, für den Besucheransturm gewappnet zu sein. Besonders die frisch gebratenen Kartoffelpuffer waren wieder der Renner. Nebenan hatten die Bevenser Landfrauen eine besondere Kartoffel-Speisekarte und ebenfalls viel zu tun. Dazu gab es Musik vom Lüneburger Shanty-Chor, der später von der Darbietung des Volkstanzkreises Deutsch Evern abgelöst wurde.

Unermüdlich wurden frische Kartoffelpuffer gebraten, sehr zur Freude der Besucher.

Ein bunter Markt auf Plätzen und der Straße lud zu weiteren Kartoffelgenüssen ein. Alte landwirtschaftliche Maschinen, vor allem solche, die mit der Kartoffelernte früherer Jahre zu tun hatten, ließen bei vielen Besuchern Erinnerungen wach werden. Rohe, nicht zubereitete Kartoffeln gab es auch, und zwar am Stand des Lions-Clubs Bevensen. Der hatte auch noch eine Schätzaufgabe parat mit vielen gesponserten Preisen. Mit dem Erlös wird die Kinder- und Jugendarbeit in Bad Bevensen unterstützt.

Gestern Nachmittag folgte der nächste Höhepunkt: Im Beisein zahlreicher Majestäten der Umgebung kürten Bürgermeister Martin Feller und Landrat Dr. Heiko Blume die neue Heidekartoffelkönigin Julia Dorau. Sie kommt aus Teendorf aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, ist 23 Jahre alt und Landwirtin. „Meine Bachelorarbeit in Osnabrück habe ich über Kartoffeln geschrieben“, erzählte Julia Dorau. Was auf sie nun zukommt, ahnt sie genau, denn ihre Vorgängerin Steffi ist eine Freundin.

In der Innenstadt herrschte gestern ein wahrer Besucheransturm – kein Wunder bei dem guten Wetter.

Danach begann der Umzug durch die Straßen der Innenstadt – ein bunter Zug mit verschiedenen Festwagen, Fußgruppen, Autos und mehreren Spielmannszügen. Alles mündete in Platzkonzerten, zum Beispiel an der Außenbühne des neuen Kurhauses, auf dem Kirchplatz und vor dem Neptunbrunnen. Zum Schluss gab es ein großes Finale mit allen Zügen an der Kurhaus-Außenbühne.

Weitere Fotos vom Heide- kartoffelfest gibt es heute im Verlauf des Tages auf

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Heidekartoffelfest erlebt Besucheransturm

Kommentare