Wenn es nach der CDU geht, soll sich das ändern, denn die Bevenser Christdemokraten schicken als Kandidatin für dieses Amt Susanne Lühr-Peschke in ...

Bürgermeisterin für Bad Bevensen?

Will Bad Bevensen weiter voran bringen und für alle Bürger ansprechbar sein: Susanne Lühr-Peschke. Foto: Bräutigam

Bad Bevensen. Eine Bürgermeisterin in Bad Bevensen – das hat es in der Geschichte der Kurstadt noch nie gegeben. Wenn es nach der CDU geht, soll sich das ändern, denn die Bevenser Christdemokraten schicken als Kandidatin für dieses Amt Susanne Lühr-Peschke ins Rennen.

Die gebürtige Bevenserin soll – falls sie am 11. September gewählt werden sollte – gemeinsam mit dem neuen Vorstand des CDU-Ortsverbandes nicht nur Einzelhandel und Gastronomie stärken und die Innenstadt weiter attraktiv machen, sondern unter anderem auch die Ansiedlung junger Familien durch die Ausweisung neuer Baugebiete oder den Ausbau der Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Schulen fördern.

Die 58-jährige Lehrerin, die darüber hinaus staatlich geprüfte Hauswirtschaftsleiterin und ausgebildete Restaurantfachfrau ist, hat ihren Vorsitz im Berufsbildungsausschusses des Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) abgegeben und nun zeitliche Kapazitäten gewonnen, um die Aufgaben einer Bürgermeisterin zu übernehmen.

„Bad Bevensen hat sich so positiv entwickelt“, sagt sie, „und ich will dafür sorgen, dass diese Entwicklung weiter geht. Dabei möchte ich für alle Bürger ansprechbar sein“, betont Susanne Lühr-Peschke. Vor allem die Arbeit der Bad Bevensen Marketing GmbH und die weitere Positionierung Bad Bevensens als Standort für Gesundheit und Wellness will sich Lühr-Peschke auf die Fahnen schreiben.

Auf der kommunalen Ebene, sagt die verheiratete Mutter zweier erwachsener Töchter, könne es nicht um Parteipolitik gehen, sondern allein die Sache müsse im Mittelpunkt stehen. Mit dem anderen Bewerber für das Bürgermeisteramt, der von SPD, WBB und Grünen getragen wird, Martin Feller (Grüne), pflege man „ein lockeres Verhältnis“. Für eine Volkspartei wie die CDU aber sei es quasi Verpflichtung, einen eigenen Kandidaten zu stellen, stellt Jürgen Strampe vom CDU-Ortsverbandsvorstand fest. Die Suche nach einer geeigneten Person gestaltete sich anfangs etwas mühsam, wie Strampe und Lühr-Peschke zugeben, dann aber habe schnell Harmonie geherrscht. „Das ist nach und nach gewachsen“, sagt die Bürgermeister-Kandidatin, die sich der breiten Unterstützung ihrer Partei sicher ist.

Gemeinsam wollen Ortsverband und Bürgermeister-Kandidatin dafür sorgen, die Verkehrsanbindung von Bad Bevensen an die A 39 mit einer Trassenführung und einer Auf- und Abfahrtenplanung umzusetzen, die den Kurbetrieb bereichert und nicht beeinträchtigt. Der Mensch solle dabei mit allen anderen Schutzgütern gleich gestellt werden.

Im Übrigen will Susanne Lühr-Peschke sich dafür einsetzen, dass die Selbstständigkeit der Gliedgemeinden mit dem Anspruch eines eigenen Dorflebens erhalten bleibt und dass Ehrenamt und gemeinnützige Vereine unterstützt werden.

Wie es sich anfühlt, die erste weibliche Kandidatin für das Amt des Bad Bevenser Bürgermeisterpostens ins Rennen zu schicken? Es sei eigentlich nur allzu logisch, dass diesen Posten eine Frau übernimmt, finden Jürgen Strampe und Susanne Lühr-Peschke – schließlich ist die Mehrheit der Bevenser Bevölkerung auch weiblich.

Von Ines Bräutigam

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