Klein Bünstorfer wirft in Flammen stehenden Weihnachtsbaum aus Terrassentür

„Brennt wie ein Streichholz“

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Die Flammen des Weihnachtsbaums griffen auf die Holzverkleidung der Terrasse über.

Bad Bevensen/Klein Bünstorf. Es sollte ein besinnlicher Abend am Tannenbaum werden, doch für ein Paar aus Klein Bünstorf kam am Sonntag alles anders als geplant: Statt Kerzenschein-Romantik prägten Rauch und Löschwasser ihr Wohnzimmer.

Der Grund: Die Echtwachs-Kerzen hatten den Weihnachtsbaum in Brand gesetzt.

„Kurz bevor er im unteren Bereich zu brennen angefangen hatte, saßen die Bewohner des Hauses noch vor dem Tannenbaum“, informiert Bad Bevensens Ortsbrandmeister Matthias Wedel gestern im AZ-Gespräch. „Der Baum ist sofort in Flammen aufgegangen. Ein trockener Tannenbaum brennt wie ein Streichholz ab. Die ätherischen Öle wirken wie Brandbeschleuniger.“

Mehr als 40 Feuerwehrleute aus Bad Bevensen und Jastorf werden gegen 21.46 Uhr alarmiert. Als die Brandschützer am Einsatzort ankommen, hatte der 65-jährige Mann die Angelegenheit bereits beherzt selbst in die Hand genommen. „Geistesgegenwärtig hat er den brennenden Baum, der vor der Terrassentür stand, aus dem Haus gezogen und ihn größtenteils gelöscht“, berichtet Ortsbrandmeister Wedel.

Ein Übergreifen der Flammen auf die Holzverkleidung der überdachten Terrasse konnten die Einwohner mit ihrer ersten Akut-Maßnahme aber nicht verhindern.

Mehr als 90 Minuten sind die Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Sie löschen die Glutnester, entfernen verbrannte Verkleidungsteile und überprüfen per Wärmebildkamera, ob sie alle Brandherde erwischt haben. „Grundsätzlich ist es bei Echtkerzen immer wichtig, dass ein Eimer Wasser für den Fall der Fälle bereitsteht. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Baum nicht zu trocken wird“, mahnt Matthias Wedel.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Polizei geht derzeit von einem Sachschaden in Höhe von etwa 10 000 Euro aus.

Von Wiebke Brütt

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