Mehr als 50 Brandschützer rücken gestern im Kurgebiet an

Feueralarm im Diana-Pflegezentrum: Bewohner müssen Zimmer räumen

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Die alarmierten Brandschützer hatten die Lage am Diana-Pflegezentrum in Zusammenarbeit mit dem Brandschutzbeauftragten der Einrichtung schnell im Griff.

Bad Bevensen. Schreckminuten im Diana-Pflegezentrum: Gestern Morgen löste ein qualmender Abluftventilator im Spitzboden Feueralarm in der Einrichtung an der Sebastian-Kneipp-Straße aus.

30 der 49 Bewohner mussten ihre Zimmer verlassen und wurden aus dem Gefahrenbereich gebracht, die alarmierten Feuerwehren erkundeten und bekämpften die Brandursache – Aktionen, die Dank des guten Zusammenspiels zwischen dem Brandschutzbeauftragtem der Diana-Einrichtung Maik Sasse und den Wehren geordnet und zügig abliefen.

„Wir haben Evakuierungs- und Gefahrensituationen schon häufig geübt – im Ernstfall wussten wir nun, was zu tun ist“, erklärt Einrichtungsleiter André Feldin nachdem am Einsatzort Ruhe eingekehrt ist. Dem Brandschutzkonzept der Diana-Krankenhausbetriebsgesellschaft mbH, zu der das Pflegezentrum gehört, folgend, sei mit dem automatisch ausgelösten Feueralarm die vorgesehene Alarmierungskette gestartet worden. „Wir haben vom Brandschutzbeauftragten die Rückmeldung erhalten, dass es sich um einen ernsthaften Einsatz und keinen Fehlalarm handelt“, nennt Bad Bevensens Ortsbrandmeister Matthias Wedel den Verfahrensschritt, der zum Feuerwehr-Großaufgebot im Kurviertel führte.

Mehr als 50 Brandschützer der Wehren Bad Bevensen, Römstedt, Barum und Groß Hesebeck sowie der Rettungsdienst des DRK rückten an der Einrichtung, die vielen Bevensern als „Diana III“ bekannt ist, an. Auch eine Stunde nach der Alarmierung säumten noch Einsatzfahrzeuge den Straßenrand Am Klaubusch, von wo aus die Wehren den Einsatz koordinierten – ein Bild, das für manch neugierigen Zuschauer ernster aussah, als es tatsächlich war. „Als Feuerwehr sprechen wir in einem solchen Fall von einer stabilen Lage“, betont Wedel. Die Feuerwehrleute seien besonnen vorgegangen und hätten zum Löschen des Schwelbrands, der durch einen technischen Defekt entstanden war, nur wenig Wasser benutzt – um Folgeschäden am Gebäude so gering wie möglich zu halten, wie Einsatzleiter Jan Krützfeldt erläutert. Ein Trupp Brandschützer habe mit der Wärmebildkamera das Gebäude betreten – zu diesem Zeitpunkt war ein Teil der Bewohner bereits vorsichtshalber aus ihren Zimmer gebracht worden. „Der Lüfter wurde gesichert und das Feuer erstickt“, beschreibt Krützfeldt. Verletzt wurde niemand.

Von Wiebke Brütt

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