Im Bevenser Kurpark schreien morgen die Hähne um die Wette

Das große Krähen im Bevenser Kurpark

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Hans-Jürgen Drögemüller lässt am Pfingstsonntag mit anderen Züchtern im Bevenser Kurpark die Hähne krähen.

loh Bad Bevensen. Laut wird es im Kurpark in Bad Bevensen, wenn der Geflügelzuchtverein Uelzen und Umgebung das große Hähnewettkrähen am Pfingstsonntag, 24. Mai, von 9 bis 11 Uhr ausrichtet.

„Es hat schon einen Hahn gegeben, der hat 240 Mal in der Stunde gekräht“, weiß Hans-Jürgen Drögemüller, Vorsitzender des Vereins. Normal seien 100 bis 120 Rufe in der Stunde. Es gebe aber auch Hähne, die nur ein paar Mal pro Stunde krähten.

Die einzige Bedingung, um beim Wettbewerb mitmachen zu können: Der Hahn muss die gängigen Schutzimpfungen haben. Für die Teilnehmer gibt es zwei Klassen: die Groß- und die Kleinhahnklasse. „Die kleinen Rassen krähen häufiger als die Großrassen“, weiß Drögemüller.

Die Veranstaltung entstand vor 45 Jahren als ein Gag. Inzwischen nehmen im Durchschnitt 70 bis 100 Hähne an den Wettkämpfen um Pokale teil. Dabei würden von den Züchtern auch Tricks angewendet, sagt Drögemüller. „Man munkelt, dass viele Züchter ihre Hähne am Wettkampftag lange im Dunkeln lassen, damit sie später mehr krähen.“ Das Ganze funktioniere aus seiner Sicht aber nicht, weil die innere Uhr der Hähne dies verhindere.

Für Drögemüller spielen vielmehr zwei Faktoren die Hauptrolle: die Tagesform des Hahns und sein Selbstbewusstsein. „In der Regel schreit der Hahn am häufigsten, der von sich denkt: Hier bin ich der Herrscher.“ Denn das Krähen sei nichts anderes als der Balzruf der Hähne, um den Hennen ihre Paarungsbereitschaft zu signalisieren.

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