Stadt investiert 145 000 Euro in Gebäude und Grundstück an der Dahlenburger Straße

Bad Bevensen kauft ihr Kurhaus

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Bad Bevensen wird Hausherr: Bisher war die Stadt mit 42 Prozent der Anteile nur Gast im Kurhaus, denn die anderen 58 Prozent hielt der Landkreis Uelzen.

Bad Bevensen. Die Stadt Bad Bevensen übernimmt das Kurhaus und das dazugehörige Grundstück an der Dahlenburger Straße.

145 000 Euro zahlt die Kurstadt an die Kurgesellschaft Bevensen GmbH, um „Herr im eigenen Haus“ zu sein, wie es Bad Bevensens stellvertretende Bürgermeisterin Ellen Laas (SPD) während der vergangenen Ratssitzung formulierte.

Bisher gehörte der 70er-Jahre-Bau der Kurgesellschaft, deren Mehrheitsgesellschafter wiederum der Landkreis Uelzen ist. Die Stadt Bad Bevensen war bisher nur zu 42 Prozent an dem Kurhaus an der Dahlenburger Straße beteiligt. „Wir wollen künftig selber entscheiden, wann Investitionen notwendig sind“, begründet Laas den mehrheitlichen Ratsbeschluss für den Kauf des Kurhauses. Denn bisher habe der Fokus der Aufmerksamkeit des Mehrheitsgesellschafters eher auf der Therme und weniger auf dem Kurhaus gelegen – Laas zufolge ein Grund für den Investitionsstau im jetzigen Kurhaus. Wie berichtet entspricht das Bad Bevenser Kurhaus nicht den heutigen technischen Ansprüchen. Zudem ist das Dach des Hauses an einigen Stellen undicht.

Und daraus resultiert wieder ein weiterer Grund, der aus Sicht von Ellen Laas für die Übernahme des Kurhauses spricht: Um das bestehende Kurhaus abreißen und ein neues bauen zu können, wie es die Stadt Bad Bevensen derzeit vorbereitet, müsse die Stadt Eigentümer des bestehenden Gebäudes sein.

Vertraglich festgelegt ist, dass die Kurgesellschaft das Grundstück zum 1. Januar 2014, frühestens zum Baubeginn eines neuen Kurhauses auf die Stadt Bad Bevensen überträgt – so steht es in den Vereinbarungen, über die der Stadtrat mehrheitlich gestimmt hat. Von Seiten des Landkreises fließen zudem im Falle eines Neubaus, der den Preis von fünf Millionen Euro netto nicht übersteigen darf, eine Million Euro zweckgebundene Zuschüsse – vorausgesetzt, die Maßnahme wird mindestens mit zwei Millionen Euro durch die N-Bank gefördert.

Der Kaufpreis von 145 000 Euro setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen: Per Gutachter wurde der fiktive Wert des unbebauten Grundstückes auf 345 000 Euro festgesetzt. Die Abrisskosten werden mit 200 000 Euro beziffert und von dem Kaufpreis abgezogen, da der Abriss in der Eigenverantwortung der Stadt liegen würde.

Von Wiebke Brütt

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