Bad Bevensen: BfB spricht sich gegen Bebauung der Grünfläche aus

Benecke-Wiese erhalten

Benecke-Wiese

Bad Bevensen. Die Fraktion „Bürger für Bad Bevensen“ (BfB) im Bad Bevenser Stadtrat positioniert sich gegen die Bebauung der Benecke-Wiese im Herzen der Kurstadt.

Das mit einem Wegenetz durchzogene Gelände wird momentan als städtische Grünfläche genutzt und als solche extensiv gemäht. Es wird nun diskutiert das Gelände künftig anders zu nutzen – auch eine Bebauung stand bereits im Raum. Denn das könnte für die Stadt Mehreinnahmen bedeuten. Auf CDU-Antrag soll die Öffentlichkeit bei einer Bürgerbeteiligung in die künftige Verwendung der Benecke-Wiese einbezogen werden (die AZ berichtete).

„Beneckes Wiese ist Bestandteil eines innerstädtischen Grüngürtels, der sich vom Kurpark ausgehend über das der Stadt gehörende Gelände zwischen den Straßen Im Hagen, Rosengarten und den Ilmenauwiesen bis nach Medingen hinzieht“, erläutert BfB-Vorsitzende Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka die Bedeutung der Fläche für die Kurstadt. Aus ihrer Sicht dürfe es nicht verkauft oder bebaut werden, sondern müsse dem Kurpark gestalterisch angepasst und endlich hinzugefügt werden. Hendel-Andabaka: „Der Kurpark hat schon und wird durch die geplanten Gestaltungsmaßnahmen mit Pergola, Sonnenfalle, Kneipp-Garten, Wegekonzept, Teichlandschaft und Brückenbau die bisherige Großzügigkeit verlieren. Die ehemals vorhandenen Sichtachsen sind jetzt schon teilweise verloren gegangen und werden dann ganz verschwinden.“ Bei klarer Sicht, so die BfB, könne man von Beneckes Wiese den Turm der Medinger Klosterkirche sehen. Diese Sichtverbindung solle und müsse erhalten bleiben.

Zudem sei es für Bad Bevensen als Heilbad notwendig, bestehende Kleinklimazonen zu erhalten. „Ein ungehinderter Luftaustausch und eine gute Durchlüftung der Stadt sind ein unschätzbares Gut. Dies gilt es zu erhalten, besonders im Hinblick auf die zu erwartenden Klimaveränderungen“, so die BfB-Vorsitzende. „Dies ganz besonders vor dem Hintergrund der Bestrebungen der Stadt eine Prädikatisierung als Kneipp- Heilbad zu erlangen. Die zukünftige Bebauung zerstört die bodennahe Luftschneise und steht im Gegensatz zu dem ganzheitlichen Konzept eines Kneipp-Heilbades.“

Das Argument, dass durch den Verkauf der Benecke-Wiese zusätzliche Einnahmen für die Stadtkasse erzielt werden könnten, um damit die Vorgaben des „Zukunftsvertrages“ zu erfüllen, lässt Hendel-Andabaka nicht gelten: „Die Zukunft unserer Stadt, darf nicht von ‘Kassenprüfern’ gestaltet werden.“

Von Wiebke Brütt

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