Erika Logemann übernimmt Vorsitz des Bevenser Kinderschutzbundes

„Bei mir wird abgestimmt“

+

Bad Bevensen. „Ich kann Ihnen jetzt nicht versprechen, dass ich das hier drei Jahre machen werde, aber ein Jahr bestimmt. Der Bevenser Kinderschutzbund darf nämlich nicht untergehen.“ Und deshalb will Erika Logemann auch dafür sorgen, dass die Leitung des Ortsverbandes in jüngere Hände gelegt wird.

Mit großer Mehrheit wurde sie am Mittwochabend in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu dessen neuer Vorsitzenden gewählt.

Sie ist damit Nachfolgerin von Edda Beneke, die vor etwa drei Wochen von den Mitgliedern wegen eigenmächtigen Handelns und finanziellen Unregelmäßigkeiten abberufen worden war (die AZ berichtete). Daraufhin hatten die anderen Vorstandsmitglieder – bis auf Beisitzerin Sandra Mrotzek – ihre Posten niedergelegt. Mrotzek, die ebenfalls an der bisherigen Vorsitzenden Kritik geübt hatte, wurde am Mittwochabend zur Stellvertreterin von Erika Logemann gewählt.

In einem voll besetzten Gemeindesaal fielen alle Wahlen mit deutlichen Mehrheiten aus. Die Abstimmungen wurden geheim durchgeführt. Und nachdem dann auch nach einigen Irritationen geklärt war, dass solche Mitglieder, die zwar nach der Abberufung Benekes ihren Eintritt in den Kinderschutzbund erklärt hatten, aber noch keine Bestätigung erhalten haben, nicht stimmberechtigt sind, nahm die Sitzung einen harmonischen Verlauf und war durchweg konstruktiv.

Zur Kassenwartin wählte die Versammlung Dorothee Borchers. „Ein wichtiger Posten, wie wir wissen“, warf die Landesvorsitzende im Hinblick auf die zurückliegenden finanziellen Unregelmäßigkeiten ein, die am Ende zum Eklat geführt hatten. Neue Schriftführerin wurde Helga Sembach, und Wolfgang Leitsmann erklärte sich nach seiner Wahl bereit, den Posten eines Beisitzers zu übernehmen.

Bei dieser neuen Mannschaft wollte es Erika Logemann dann auch erst einmal belassen. „Ich möchte eine ungerade Anzahl von Vorstandsmitgliedern haben“, erklärte die Bevenserin und fügte resolut hinzu: „Bei mir wird nämlich über alles abgestimmt.“ Logemann hatte den Bevenser Kinderschutzbund einst mitgegründet und war dort von 1974 bis 1994 aktiv. Die frisch gebackene Vorsitzende kündigte an, in der nächsten Versammlung die künftige Arbeit vorzustellen. Dabei setze sie auf die Unterstützung der Mitglieder. „Denn ohne einen Helferkreis kann ein Vorstand wenig bewirken.“

Von Ines Bräutugam

Kommentare