Radweg: Gemeinderat gibt grünes Licht für Vorfinanzierung der Strecke Barum-Vinstedt

Barumer greifen in die Tasche

Nach Ebstorf können die Vinstedter ohne Probleme radeln, nun soll auch der Radweg nach Barum und zur B 4 früher und in einem Stück gebaut werden, als ursprünglich geplant. Die Eröffnung wird dann sicher auch wieder groß gefeiert. Foto: Wendlandt

Barum. Der Rat der Gemeinde Barum hat bei einer Enthaltung für die Vorfinanzierung der Radwegestrecke Vinstedt–Barum gestimmt.

Nötig geworden war diese Entscheidung aufgrund der Radwege-Prioritätenliste, die der Landkreis Uelzen für Baumaßnahmen an Kreisstraßen aufgestellt hatte.

Denn diese Liste sieht vor, dass der Radweg entlang der Kreisstraße 11 – also zwischen Vinstedt und der Bundesstraße 4 – in zwei Teilabschnitten gebaut wird. 2014 würde zunächst das Stück zwischen der B 4 und Barum angepackt. Vier Jahre später, also 2018, würde dann der Lückenschluss zwischen Vinstedt und Barum mit finanzieller Unterstützung des Lankreises umgesetzt werden. Denn Radwegebaumaßnahmen an Kreisstraßen teilen sich der Landkreis und die betroffenen Samtgemeinden und Gemeinden finanziell. Jeweils ein Drittel entfällt in diesem Fall auf den Landkreis Uelzen und die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Das letzte Drittel teilen sich Barum und Natendorf.

Diese Zweiteilung der Baumaßnahme passt nun weder der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf noch der Gemeinde Barum, die die Fertigstellung des kompletten Radweges aus mehreren Gründen möglichst schnell abhaken wollen. „Vor allem das Stück Barum-Vinstedt, das von Seiten des Landkreises erst 2018 gebaut werden soll, ist eine sehr gefährliche Strecke“, betont Barums Bürgermeister Hermann Kalinowski. Außerdem soll der Radweg an der Kreisstraße 11, der Bad Bevensen und Ebstorf verbinden würde, ein Symbol für das Zusammenwachsen der 2011 fusionierten Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf werden. Um den Radweg möglichst schnell von der Theorie in die Praxis zu überführen, hat der Samtgemeindeausschuss auf Antrag der Mehrheitsgruppe aus SPD, WBB und Grünen bereits einer Vorfinanzierung des zweiten Teilstücks (Barum-Vinstedt) zugestimmt.

Barum hat auf der vergangenen Ratssitzung nun ebenfalls grünes Licht gegeben – eine Entscheidung, die den Gemeindehaushalt mit etwa 100 000 Euro belasten wird. Kalinowski: „Die Streckenführung ist damit aber noch nicht beschlossen. Es ging erstmal nur um die Finanzierung.“ Der Landkreis wird seinen Teil vom Kuchen dann planmäßig 2018 überweisen. Natendorfs Bürgermeister Hans-Wilhelm Schröder kündigt an, in den kommenden Tagen zeitnah eine Ratssitzung anzusetzen, um als Gemeinde über eine entsprechende Vorfinanzierung des Radwege-Projektes zu beraten.

Von Wiebke Brütt

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