Mandy Thiel aus dem Landkreis Uelzen reiste neun Monate lang mit dem Rucksack durch die Welt

Von Barum zum Polarkreis und nach Australien

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Auch abschalten gehörte auf Mandy Thiels Reise mit dem Rucksack durch die Welt dazu. Hier entspannt sie sich gerade an der australischen Gold Coast.

Barum. Während die meisten nach dem Abschluss ihres Studiums mit dem Arbeiten beginnen, ist Mandy Thiel aus Barum einen anderen Weg gegangen. Sie machte als Backpackerin, ein anderes Wort für Rucksacktouristin, in den vergangenen zehn Monaten eine Weltreise.

Von der Inselgruppe der Lofoten jenseits des nördlichen Polarkreises bis nach Australien führte sie ihre Reise.

Auch durch Irland ist Mandy Thiel gereist, so auch durch Howth östlich von Dublin.

„Ich habe lange überlegt, ob ich das machen soll, wenn man aber erst im Job ist, hat man keine Chance mehr, so eine Reise zu machen“, sagt Mandy Thiel. Während des Studiums habe sie sich nicht allzu sehr für Mode oder Partys interessiert und daher etwas Geld angespart. Um ihre Reisekasse aufzubessern, hat sie aber auch gejobbt. Sie hat auf einer neuseeländischen Farm und als Au-Pair gearbeitet. „Dabei habe ich Leute kennengelernt, mit denen ich noch heute über Facebook in Kontakt bin“, berichtet sie. Meistens seien das andere Backpacker gewesen, die genau wie sie auch Couchsurfing betrieben hätten. Bei Couchsurfing handelt es sich um ein Netzwerk, das kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Städten und Ländern bietet.

„Ich habe insgesamt in 61 verschiedenen Betten geschlafen und Menschen aus über 40 Nationen kennengelernt“, berichtet Mandy Thiel. Wichtig ist es aber, vorsichtig zu sein und die Profile vor dem Couchsurfing genau durchzulesen und Freunden immer die Adresse zu übermitteln, wo man übernachtet. Es habe auch skurrile Angebote gegeben, etwa von Nudisten.

Auch die nördlich des Polarkreises liegende norwegische Inselkette der Lofoten hat Mandy Thiel besucht.

Ihre Erfahrungen seien aber vor allem positiv gewesen. In Schottland habe sie bei einem Mann im Alter ihrer Eltern übernachtet, da sei sie zuerst sehr skeptisch gewesen. „Am Ende hat er seinen ganzen Tag nach mir ausgerichtet und mir Schottland gezeigt, wie ich es sonst wohl nie kennengelernt hätte“, erzählt Mandy Thiel.

„Ich habe aus Prinzip nicht länger als eine Woche im voraus geplant“, berichtet die Barumerin. Und so hat sie bei ihrer Reise durch die Welt auf dem Rücksitz eines Motorrads das nächtliche Neapel durchfahren, Delfine im Meer schwimmen sehen und ist im Sonnenschein über neuseeländische Vulkane gewandert. In Lissabon hat sie sogar an einem Konzert in einem fahrenden Bus teilgenommen. Die Erfahrungen, die sie gemacht hat, haben das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten bestärkt. Deshalb sagt Mandy Thiel: „Das Ergebnis der Reise überwältigt mich noch immer.“

Von Lars Lohmann

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