Mitarbeiter verpfändet eigenmächtig Geld eines 74-jährigen Kunden

Banker fälscht Unterschriften

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Ein Mitarbeiter der Volksbank Uelzen-Salzwedel eG hat das Ersparte eines Kunden mit gefälschten Unterschriften verpfändet.

Bad Bevensen. Schreckmoment für einen 74-Jährigen aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf: Als er in einer Filiale der Volksbank Uelzen-Salzwedel eG Geld von seinem Sparkonto abheben möchte, wird ihm die Auszahlung verwehrt.

Kurz darauf stellt sich heraus: Ein Mitarbeiter des Geldinstituts hatte das sechsstellige Vermögen offenbar eigenmächtig als Sicherheit für einen Immobilienkauf verpfändet, der im Zusammenhang mit dem Sohn des Bankkunden stand. Die für die Verpfändung erforderlichen Unterschriften hatte der Bank-Mitarbeiter gefälscht.

Trotz eines Vier-Augen-Prinzips und anderer Kontrollinstrumente seien solche vorsätzlichen Handlungen nicht ganzlich auszuschließen, sagt Rainer Adamczyk, Vorstand der Volksbank Uelzen-Salzwedel eG. Besagten Vorfall habe man „im schuldrechtlichen Sinne“ im Hause und mit dem Kunden aufgearbeitet. Den Mitarbeiter betreffend habe man bereits arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen.

Materieller Schaden, sagt Rainer Adamczyk, sei keiner entstanden. Der 74-Jährige habe allerdings alle Konten bei der Volksbank aufgelöst, informiert dessen Sohn. Dieser wiederum geriet wegen der Angelegenheit in einen emotionalen Strudel, da eine der gefälschten Unterschriften der seinen glich und er sich letztlich noch selbst verdächtigt fühlte.

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