Stadt Bad Bevensen prüft Möglichkeiten für Überwachung am Bahnhof

Bahnhof Bad Bevensen: Videokameras gegen Vandalismus

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Bilder wie diese will man in Bad Bevensen nicht mehr sehen: Die Stadt prüft derzeit Möglichkeiten einer Kameraüberwachung am Bahnhof.

Bad Bevensen. Graffiti, Aufkleber, Schmierereien, Unrat und Sachbeschädigungen.

Der Bad Bevenser Bahnhof muss einiges aushalten – und die Bürger und Besucher damit ebenfalls, wenn sie an der vermeintlichen Visitenkarte der Kurstadt in den Zug steigen oder mit dem Zug ankommen. Das könnte alsbald ein Ende haben, denn der Bauausschuss der Stadt Bad Vevensen hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, dass die Verwaltung die Installation von Überwachungskameras prüfen soll.

Die Fraktion „Bürger für Bad Bevensen“ (BfB9 hatte einen entsprechenden Antrag vorgelegt und war damit – bei zwei Enthaltungen – auf breite Zustimmung gestoßen. Die Stadtverwaltung soll demnach Erfahrungen mit Kameraüberwachungen aus anderen Städten einholen und mögliche Standorte für Kameras am Bevenser Bahnhof vorschlagen.

Bauamtsleiter Roland Klewwe informierte, dass man gar nicht unbedingt in andere Städte blicken müsse, denn die Bevenser haben bereits eigene Erfahrungen gemacht. So wird unter anderem die große Pergola im Kurpark videoüberwacht. Dass solche Maßnahmen ihren Zweck nicht verfehlen, machte Klewwe ebenso deutlich: „Es gab auch schon Identifizierungen von Tätern.“

Was den Bad Bevenser Bahnhof betreffe, sei die Stadt bereits in Gesprächen mit der Deutschen Bahn. Denn schließlich sei das Bahnhofsgebäude in deren Besitz und solle obendrein, wie berichtet, demnächst verkauft werden. Vor diesem Hintergrund seien also einige Dinge zu klären. Grundsätzlich, betonte der Bauamsleiter, sei das Mittel der Kamerüberwachung aber durchaus eine praktikable Möglichkeit.

Dr. Johann-Henrich Vietor (WBB) fand allerdings, dass die Stadt für derlei Maßnahmen nicht zuständig sei. Er finde einen Aufzug am Bahnhof auch viel wichtiger. Da es darum jetzt aber überhaupt nicht gehe, wie Ausschussvorsitzende Birgit Ahders (SPD) mahnend anmerkte, soll nun die Verwaltung prüfen, was die Installation von Videokameras am Bahnhof kosten würde.

Von Ines Bräutigam

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