Fachausschuss der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf empfiehlt einstimmig neues Betriebskonzept

Schwimmbäder bleiben montags dicht

+
Das Bad Bevenser Rosenbad wird mit veränderten Öffnungszeiten in die Saison starten.

Bad Bevensen/Ebstorf. Mehr als 800 000 Euro müssen jährlich zugeschossen werden – der Betrieb der beiden Freibäder in Bad Bevensen und Ebstorf ist der höchst defizitäre Bereich im Haushalt der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.

Das teilte Kämmerer Wilhelm Oelstorf in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am Dienstagabend mit. Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung der Politik auch eine Verkürzung der Saisonzeiten und täglichen Öffnungszeiten vorgeschlagen. Mit kleinen Änderungen, die auf Antrag der CDU/FDP-Gruppe eingearbeitet wurden, stimmten die Ausschussmitglieder dem neuen Betriebskonzept für das Bevenser Rosenbad und das Ebstorfer Waldemar zu.

Auch beim Waldemar in Ebstorf gibt es Änderungen.

So werden die Bäder ab diesem Jahr montags geschlossen bleiben und nur in den Sommerferien von 14 bis 20 Uhr öffnen. Die Nutzung für Sportvereine soll aber gewährleistet werden. Die Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag werden künftig von 10 bis 19 Uhr sein – bislang waren die Bäder bis 20 Uhr geöffnet. Auch sonnabends und sonntags soll von 10 bis 19 Uhr geschwommen werden können; den Vorschlag der Verwaltung für eine Öffnung erst ab 12 Uhr lehnten die Gruppen- und Fraktionsvertreter aus dem Samtgemeinderat ab.

Insgesamt werden sich die wöchentlichen Öffnungszeiten von bislang 64 Stunden damit auf 54 Stunden reduziert. An einer Verkürzung der eigentlichen Saison in den beiden Bädern der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf wollten die Ausschussmitglieder jedoch nicht rütteln. Im Rosenbad soll – laut angenommenem CDU/FDP-Antrag – auch weiterhin am 1. Mai angebadet werden; nicht zuletzt um dort den zahlreichen Frühschwimmern gerecht zu werden. Die Samtgemeindeverwaltung hatte hier einen Saisonstart erst für den 1. Juni vorgeschlagen. Im Ebstorfer Waldemar können sich die ersten Schwimmer ab 1. Juni ins kühle Nass stürzen – wie im vergangenen Jahr auch.

Beide Saisonstarts sollen aber je nach Wetterlage flexibel gehandhabt werden, betonten die Politiker. „Es wäre ja den Leuten nicht zu erklären, dass wir Freibäder haben, die zu sind, wenn das Wetter gut ist“, fasste es Ulf Schmidt (CDU) zusammen. Das Gleiche gilt für das Saisonende, das für den 30. August vorgesehen ist: Bei schönem Septemberwetter sollen die Bäder auch länger geöffnet sein.

Von Ines Bräutigam

Kommentare