Landkreis Uelzen prüft Kauf von Gelände an den Schienen Hamburg-Hannover

150 Asylbewerber bald am Bahnhof in Bad Bevensen?

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Die Module, in denen 150 Asylbewerber Platz hätten, würden auf der Westseite des Bahnhofes entstehen – an der Bahnlinie Hamburg-Hannover.

Bad Bevensen. Der Landkreis Uelzen erwägt, der Kurstadt ein Grundstück am Bevenser Bahnhof abzukaufen, um dort Wohnmodule für Asylbewerber aufzustellen. 150 Personen könnten zwischen Bahngleisen und Verladestraße untergebracht werden.

Darüber informierten gestern die Stadt Bad Bevensen und der Landkreis.

Das Gelände, um das sich die Verhandlungen drehen, liegt hinter der Lärmschutzwand.

Der städtische Verwaltungsausschuss hat in nicht öffentlicher Sitzung bereits – unter Vorbehalt der Zustimmung der Fraktionen, wie Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer betont – die „grundsätzliche Bereitschaft“ zum Verkauf des Grundstückes signalisiert. Das Areal liegt schräg gegenüber dem historischen Bahnhofgebäude, in direkter Nähe zu den Gleisen und der „Park & Ride“-Anlage. In Stadtbesitz ist ein etwa 10 000 Quadratmeter großes Grundstück, von dem nur etwa 7000 Quadratmeter genutzt werden könnten.

Bevor der Grundstücksverkauf allerdings öffentlich im Stadtrat diskutiert wird – das höchste Gremium der Stadt muss auch zustimmen – wartet Kammer noch weitere Verhandlungen des Landkreises ab: „Das Ganze ist etwas ins Wanken geraten“, kommentiert Bad Bevensens Verwaltungschef das Vorgehen mit Hinweis auf „private Grundstücke“, die eventuell besser passen könnten.

Kreissprecher Martin Theine spricht gestern von „allerersten Erwägungen“. Er bestätigt aber auf AZ-Nachfrage, dass es sowohl Verhandlungen mit der Stadt als auch mit Privatpersonen um Standorte in der Kurstadt gebe: „Es ist richtig, dass es Überlegungen gibt, an der Bahnlinie etwas zu machen. Das wird aber alles noch geprüft und ist noch völlig unverbindlich.“ Von Planungen könne noch nicht die Rede sein. Unter anderem müssten Lärmschutzfragen geklärt werden.

Von Wiebke Brütt

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