Bürgermeister Hinrichs über Solidarität und Finanzen

Die Armen duldsam mit den Reichen

Von dem großen Echo auf die Einladung zum Neujahrsfrühschoppen in Himbergen war der Gemeinderat überrascht. Rund 80 Personen kamen in den Himberger Treff.

Himbergen. Beim ersten Neujahrsfrühschoppen, zu dem der neue Rat der Gemeinde Himbergen eingeladen hatte, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Hinrichs überwältigt davon, das 80 Bürger der Einladung gefolgt waren.

„Der Rat der Gemeinde hat eingeladen, um einen über zwanzig Jahre bestehenden Brauch fortzuführen“, erinnert Hinrichs in seinen Neujahrswünschen daran, dass dereinst die CDU zum Advent einlud und die SPD nachzog. „Wir haben als Wählergemeinschaft die Tradition aufgegriffen und laden zum Jahresbeginn ein. Das sei eine gute Gelegenheit, sich untereinander kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen. “.

Um das zu forcieren hat der Rat statt der bisherigen Ausschüsse drei Arbeitskreise gebildet. In einer launigen Anekdote regte er zum Nachdenken an, dass „es uns gut geht, die Armen duldsam mit uns Reichen umgehen“ und spann den Bogen zu Solidarität und über die Gemeindefinanzen zum Zukunftsvertrag mit dem Land zum Schuldenabbau. Über die Zweitwohnungssteuer habe es viel berechtigten und unberechtigten Unmut gegeben, informierte Hinrichs, dass der Rat die Steuer auf zwei Euro pro Quadratmeter im Jahr festgelegt hat. Hinrichs ging auf den Konzessionsvertrag ein. Der alte Rat hat den Anbieter gewechselt, von der SVO zum Energieversorger Dahlenburg-Bleckede. Seit Jahren wird Groß Thondorf schon beliefert. Ein Beleuchtungsvertrag über Straßenlampen stehe noch aus.

Unerfreulich ist, dass der Kindergarten in neun Jahren drei Wasserschäden hatte. Er dankte den Erzieherinnen für ihre Langmut, im kirchlichen Gemeindehaus die Kinder zu betreuen.

Der Spielkreis schließt nach 30 Jahren endgültig im Sommer. Bis dahin wird er ebenfalls im Gemeindehaus untergebracht sein, weil die Schule nicht mehr zur Verfügung stehe. Immer wichtiger werde das Ehrenamt, ist Hinrichs sicher. Man sollte sich der Fähigkeiten der Älteren bedienen. „Wir wollen uns in der Gemeinde wohl fühlen, dazu kann jeder beitragen“, sagte Hinrichs, dem schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

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