Im Waldemar und Rosenbad laufen umfangreiche Reinigungsarbeiten vor dem Saisonstart am 1. Mai

Den Algen geht es an den Kragen

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Dominik Wolf reinigt das Sprungbecken im Bad Bevenser Rosenbad mit einem Kärcher. Die alkalische Lösung, die dabei freigesetzt wird, löst Fette und Öle von den Fliesen.

Bad Bevensen/Ebstorf. Bevor die Badegäste sich mit einem Sprung in die Fluten abkühlen können, muss in einem Freibad vieles vorbereitet werden.

So auch im Rosenbad in Bad Bevensen und im Waldemar in Ebstorf, wo umfangreiche Reinigungsarbeiten zu erledigen sind, bevor in etwa drei Wochen die neue Saison beginnt.

Fliesenleger Wilhelm Schröder ersetzt zu Bruch gegangene Kacheln, um Verletzungen der Badegäste zu verhindern.

Bereits im März wurde das Wasser abgelassen, das während der Winterpause dafür sorgte, dass das Grundwasser den Beckenboden nicht hochdrückt. Mit der Enteisungsanlage wird ständig vier Grad kühles Wasser vom Becken-boden nach oben gepumpt, damit das Wasser nicht einfriert und Schäden anrichtet. Dann wird der Schlamm zusammengeschoben, der sich durch Algenwuchs und Flugschmutz im Becken gesammelt hat. Anschließend wird mit Schrubbern und Hochdruckreiniger für die erste Feinreinigung mit alkalischen Lösungsmitteln gegen Fette und Öle gesorgt. Das Team orientiert sich dabei immer zum tiefsten Punkt hin, in dem in Ebstorf unter dem Sprungturm der „Bubbler“ steht. Von dort wird das Reinigungswasser dann abgepumpt.

Mittlerweile ist die Grube schon wieder vollgeregnet. „Krankheitsbedingt haben sich die Arbeiten um einige Zeit verzögert. Wir mussten die Teams umstellen“, sagt Badleiter Dominik Wolf. Das Team umfasst acht Mitarbeiter, von denen zwei den öffentlichen Betrieb des Hallenbades in Ebstorf sicherstellen und sechs zum Putzen eingeteilt werden können, wenn niemand durch Urlaub oder Krankheit ausfällt.

Zurzeit erneuert der Fliesenleger die Kacheln, die trotz Enteisungsmaßnahmen gesprungen sind, damit sich kein Badegast an scharfen Kanten schneidet. Danach erfolgt eine Reinigung mit sauren Mitteln, um Rost, Kalk und den Zementschleier des Fliesenlegers zu entfernen. Nach nochmaliger alkalischer Reinigung kann das Becken schließlich geflutet werden. Dafür werden rund vier Tage gerechnet. „Somit sind wir im Plan und können termingerecht am 1. Mai eröffnen“, ist Wolf optimistisch.

Im Rosenbad in Bad Bevensen laufen ungefähr dieselben Arbeiten ab. Dort hat Mitte März die Grundwasser-Absenkung begonnen. Am 23. März war das Becken leer. Dann folgte eine erste alkalische Reinigung, bevor der Fliesenleger auch dort in Aktion trat. Jetzt sieht Fliesenfachmann Wilhelm Schröder aus Bad Bevensen dem Ende der Arbeiten entgegen. Das Team ist zurzeit bei der alkalischen Reinigung des Sprungbeckens, in dem dann auch noch einige Fugen zu erneuern sind.

Der Bauhof übernimmt in beiden Bädern die Pflege der Rabatten. Die Gartenarbeiten in Ebstorf sind beendet, im Rosenbad stehen noch Rückschnittarbeiten an. Die Ränder der beiden Volleyballfelder sind bereits fertig.

Im Rosenbad kann das Becken dann aus dem Tiefwasserbrunnen gefüllt werden und mit der modernen Wärmepumpen-Heizanlage aufgeheizt werden. Je nach Außentemperatur wird die richtige Wassertemperatur schnell erreicht. So steht auch dort einer Saisoneröffnung am Freitag, 1. Mai, nichts mehr im Weg.

Von Monika Buhr

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