Bundesverkehrsminister fehlt das Geld

AZ-Blitz: Baubeginn für A 39 in weiter Ferne?

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Uelzen/Berlin. Der Bau der Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg ist wie zahlreiche andere Projekte wegen fehlender Finanzmittel womöglich in weite Ferne gerückt: „Kein Neubau vor 2015 – jetzt ist die Katze aus dem Sack“, teilte gestern Nachmittag die Uelzener SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, die Mitglied im Verkehrsausschuss ist, nach der heutigen Haushaltsdebatte zum Thema Verkehr mit.

Laut Lühmann heißt es im Entwurf des neuen Fünfjahresplanes des Verkehrsministeriums, der nur der Süddeutschen Zeitung vorliege, dass es angesichts begrenzter Mittel „in den nächsten Jahren grundsätzlich keine Neubeginne“ geben werde. „Nach langem hin und her knickt der Bundesverkehrsminister endlich vor der Wahrheit ein und gibt zu, dass es bis 2015 definitiv kein Geld für neue Infrastrukturprojekte geben wird. Wichtige Projekte wie die Y-Trasse oder die A39, die im Norden Engpässe auflösen sollten, werden aufgeschoben“, so Lühmann in einer Pressemitteilung, die sie gestern am späten Nachmittag verschickte. So sollen dem Minister in den kommenden fünf Jahren allein für die Bundesfernstraßen über zehn Millionen Euro fehlen.

Als erster reagierte gestern der Uelzener SPD-Landratskandidat Jürgen Krumböhmer auf die neuen Nachrichten aus Berlin. „Der Baustopp ist gerade für den Landkreis Uelzen eine besonders schlechte Nachricht“, erklärte Krumböhmer in einer schriftlichen Stellungnahme.

Im Dreieck zwischen Hamburg, Hannover und Wolfsburg „braucht Uelzen dringend diese Verkehrsachse, um nicht weiter junge Menschen zu verlieren“. Schon jetzt würden 70 Prozent aller Abiturienten den Landkreis Uelzen verlassen, um nie wieder zu kommen, weil sie hier keine qualifizierten Arbeitsplätze bekommen, so der Landratskandidat. „Uns droht das klassische Kaputtsparen“, befürchtet er.

Ohne die nötige Infrastruktur werde weniger Geld verdient „und das Sparen geht so lange weiter, bis man am Ende nur noch den Schlüssel rumdrehen kann“.

In die gleiche Richtung gehe ein Schreiben von Landes-Verkehrsminister Bode vom 28. August, in dem er auch für die Ortsumgehung Kirchweyhe auf fehlende Finanzmittel verweise. „Wir sollen hier anscheinend vergessen werden“, klagt Krumböhmer.

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