Autobahngegner erwägen erste Klagen

mr Uelzen/Lüneburg. Gibt es bald die ersten Musterklagen von Autobahngegnern gegen die A 39? Der Dachverband der 34 Initiativen gegen das Straßenbauprojekt prüft jetzt, ob er schon nach dem im Sommer abgeschlossenen Raumordnungsverfahren diesen Schritt geht. Mut für ihren Widerstand schöpfen die A-39-Gegner, nachdem das Oberverwaltungsgericht vorige Woche die Planfeststellung für die Elbbrücke Neu Darchau wegen Verfahrensfehlern aufgehoben hatte.

"Auch in Sachen A 39 sehen wir eklatante Verfahrensmängel", betont Initiativen-Sprecherin Annette Niemann. So seien unter anderem "14000 Einwendungen nicht berücksichtigt und Alternativen zu dem Autobahnvorhaben nur unzureichende geprüft worden", kritisiert sie.

Der Streit um die A 39 ist in dieser Woche auch landesweit ein Thema. Der Hörfunksender NDR 1 Niedersachsen strahlt am Donnerstag um 20.05 Uhr eine Diskussion im Rahmen seiner Reihe "Jetzt reicht′s" aus.

Fokus der Sendung ist die Diskussion in Lüneburg, ob und über welche Trasse die Autobahn verlaufen soll. Dazu holt der Sender Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Holger Manthey, A-39-Koordinator bei der Regierungsvertretung Lüneburg, Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg und Claudia Schmidt, Vorsitzende des Verkehrsclub Deutschland in Lüneburg, an einen Tisch. Die öffentliche Diskussion wird morgen ab 18 Uhr in der Lüneburger Hauptschule Stadtmitte, Haagestr. 1, aufgezeichnet.

Erschienen: 12.06.2007: AZ / TZ / Seite:2

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