Mit Autobahn im harten Wettbewerb bestehen

40000 Tonnen jährlich, diese Menge an Material benötigt die Firma TechnoGuss aus Tangerhütte, um ihre Produktion angemessen aufrechterhalten zu können. Die TechnoGuss ist eine Gießerei, die im Jahr 12000 Tonnen Gusserzeugnisse produziert und ausliefert.

Um dise Produktionsmenge zu erzeugen, benötigt die Firma die gleiche Menge, also nochmals 12000 Tonnen an Roheisen, Stahlschrott, sowie Zuschlagstoffe.Weiterhin werden Formsande, Harze und Härter mit einer Jahrestonnage von weiteren 12000 Tonnen eingesetzt. Dazu kommen noch die gießereitypischen Hilfsstoffe, so dass für die reine Gussproduktion und deren Vertrieb eine Gesamtumschlagsgröße von circa 40000 Tonnen entsteht. Teilt man diese Tonnage auf Lkw zu je 40 Tonnen auf, ergibt das 1000 Fahrzeuge pro jahr.Rechnet man weiter, was diese Zahl pro Arbeitstag bedeutet, dann ergibt sich daraus, dass bei 220 Arbeitstagen pro Jahr bei dem Traditionsunternemen TechnoGuss täglich 4,5 Fahrzeuge durch das Werkstor rollen.Bisher bewegten sich diese Tonnen auf den letzten 60 Kilometern vor Tangerhütte auf der Bundesstraße, egal, aus welcher Himmelsrichtung sie kommen. Dieses geschieht nicht zur Freude der Pkw-Fahrer, die die Brummis nur schwer überholen können. Viele Orte, die von den Lastern durchfahren werden, würden es mit Sicherheit begrüßen, von dem Verkehr verschont zu bleiben.Heute kommt schon etwas über die Hälfte dieser Tonnage für TechnoGuss in Tangerhütte aus Richtung Halle/Leipzig. Das bedeutet neben Lärm, Gestank und Autoschlangen auch langsamere Fahrweise der Lkw. Mit modernen Verkehrsleitmethoden kann man wohl Staus leicht umfahren, aber den Verkehr für die Menschen freundlicher zu gestalten, da helfen nur Autobahnen.Das Fehlen von Autobahnen verursacht leicht Frust bei allen Straßen-Benutzergruppen. Von erhöhtem CO2-Ausstoß soll gar nicht erst gesprochen werden.Für einen großen Teil der Fracht vom Süden in den Norden gilt heute schon, dass sie bis Magdeburg auf der A 14 bewegt wird, um dann auf das jetzige Landstraßennetz ausweichen zu müssen.Wäre die Verlängerung der A14 in Richtung Norden schon ausgebaut, würde es neben den Umweltaspekten für die Allgemeinheit auch für die Firma TechnoGuss einen wirtschaftlichen Nutzen bringen, weil die logistischen Vorteile für den Gesamtumschlag der Waren auf der Hand liegen.Für einen modernen Industriebetrieb und für dessen Expansion ist die Nähe zu einer Autobahn und damit die direkte Einbindung in das europäische Verkehrsnetz unabdingbar, zumindest, wenn der Betrieb wie die TechnoGuss Material in den genannten Mengen verarbeitet.Die logische Konsequenz für TechnoGuss in der Altmark kann nur sein, den Aufbau der A14 von Magdeburg nach Norden zu fordern, damit das Tangerhütter Unternehmen seine nötigen weiteren Entwicklungsvoraussetzungen erhält und zusätzlich im harten Wettbewerb langfristig bestehen kann. Erschienen: 12.04.2008: sdl / TZ / Seite:2

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