Aufrecht...

. . . im Bett saß Uhlenköper neulich Nacht plötzlich. Er war aufgewacht von einem unheimlichen Geräusch, das draußen durch die Nacht hallte. Ein Brüllen, Schreien, Bellen.

Ohrenbetäubend laut und durchweg gruselig drang es durch das geöffnete Fenster an Uhlenköpers schlaftrunkenes Ohr. Mit weit aufgerissenen Augen saß er im Stockdunkeln und lauschte weiter. Dann wieder: ein gigantisches Bölken, das ihm richtig Angst machte. Es wurde lauter. Draußen knackten heftig Zweige im Gebüsch. Uhlenköper war kurz davor, die Polizei zu alarmieren. Denn irgendwie klang das Geschrei dort draußen bedrohlich, er hatte angeschossene Hunde und wütende Betrunkene schon vor Augen. Da wurde endlich auch seine bessere Hälfte wach. Und die, in Waidmannsdingen recht bewandert, klärte ihn auf: Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein röhrendes Tier (Rehbock? Hirsch? Was weiß er schon!) aus dem benachbarten Wald. Der Wald ist erstmal für ihn tabu, hat in dieser Nacht beschlossen der ängstliche.

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