Aufgeschlossenheit für Lukats Vorstoß

Von Marc RathUelzen/Lüneburg. Die von Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD) am Sonnabend in der AZ vorgeschlagene Variante, beim Bau der Autobahn 39 ein Teilstück auf dem Lüneburger Stadtgebiet unter die Erde zu verlegen, ist in der Salzstadt aufmerksam registriert worden. "Da wird es sicherlich Gespräche geben, um über Details zu reden", meinte Annette Padberg, die bei der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg das Projekt koordiniert.

Padberg hält eine Tunnellösung "grundsätzlich für denkbar". Sie weist indes darauf hin, dass Schadstoffausstoß und Lärmbelästigungen bei den Voruntersuchungen unter den Grenzwerten geblieben seien, die den Aufwand für einen Tunnel rechtfertigen. Der Status des Klosters Lüne als Weltkulturerbe würde aber "für eine Tunnellösung sprechen", räumte sie ein. Diese Variante sei in jedem Fall günstiger als eine westliche Trassenführung. Die A-39-Projektkoordinatorin unterstrich, dass derartige Fragen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das sich dem nun eingeleiteten Raumordnungsverfahren anschließt, geklärt werden können.

Auch Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) hält Lukats Initiative keinesfalls für abwegig. "Ob es eine denkbare Möglichkeit ist, müssen wir prüfen", meinte sein Sprecher Jörg Stauch. Die vorliegende Trasse sei jedenfalls nicht akzeptabel, unterstrich das Lüneburger Stadtoberhaupt und bedankte sich bei seinem Uelzener Amtskollegen schon mal "für die Unterstützung gegen die jetzige Variante".

Unterdessen werden heute Abend in Uelzen Vertreter der rund 30 Bürgerinitiativen gegen die A39 über weitere Aktionen beraten. Die Aktion Lebensberg hat inzwischen sämtliche Unterlagen für das Raumordnungsverfahren ins Internet eingestellt:

www.aktion-lebensberg.de/autobahn/aktuelles.

Erschienen: 04.04.2006: AZ / 80 / Seite:3

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