Der Anruf  . . .

.  .  .   kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn der Uhlenköper stand gerade an der Supermarktkasse. Doch der Anrufer am Handy wollte sich einfach nicht abwimmeln lassen.

Er wolle den Uhlenköper im Namen eines Telefon- und Internetanbieters über einen neuen sensationellen Han-dytarif informieren, sagte der junge Mann mit unüberhörbarem sächsischen Akzent. Im Hintergrund: undefinierbares Stimmengewirr. Ein Callcenter also. Ob er das Gespräch zu Schulungszwecken aufzeichnen dürfe, wollte der Anrufer wissen. Der Uhlenköper stimmte zu – und dann ergoss sich über ihn ein Schwall von Schwärmereien über den neuen Tarif. Irgendwann wurde es dem Uhlenköper zu bunt und er sagte: „Vielen Dank, kein Bedarf!“ Darauf der junge Sachse: „Ich merke schon, dass Sie Interesse haben. Ich schicke Ihnen dann mal ein paar Infos per E-Mail zu. “ Allmählich wurde der Uhlenköper sauer: „Nein danke, ich bin nicht daran interessiert!“ Doch der Anrufer blieb dickfellig: „Also, ich werte das jetzt mal als Ja“, sagte er. Nun wurde es dem Uhlenköper endgültig zu bunt. „Sie zeichnen dieses Gespräch doch auf?“, fragte er den Callcenter-Mitarbeiter, der das erwartungsfroh bestätigte. „Hier ist also meine Antwort: Ich will diesen Handytarif nicht!!!“, brüllte der genervte Uhlenköper ins Mobiltelefon. Den Anrufer war er mit diesem verbalen Befreiungsschlag los, doch nun schauten ihn die Kunden an der Supermarktkasse entgeistert an, den.

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