„Alle Varianten noch im Spiel"

Wittingen - Von Holger Boden. Wenn ab kommendem Dienstag im Wittinger Rathaus die Planungsunterlagen für die A39 im Wittinger Rathaus ausliegen, dann stellt sich die Frage: Werden sich kritische Anmerkungen nur oder größtenteils auf die kürzlich präsentierte Vorzugsvariante beziehen?

Werden die Bürger auch Eingaben zu den anderen Trassenverläufen machen, die nach wie vor möglich sind? Oder kann es passieren, dass alle Welt die Vorzugsvariante "zerrupft" und dass am Ende heimlich, still und leise ein Autobahnverlauf aufs Schild gehoben wird, mit dem eigentlich schon keiner mehr ernsthaft gerechnet hatte? Wenn ab kommendem Dienstag im Wittinger Rathaus die Planungsunterlagen für die A39 im Wittinger Rathaus ausliegen, dann stellt sich die Frage: Werden sich kritische Anmerkungen nur oder größtenteils auf die kürzlich präsentierte Vorzugsvariante beziehen? Werden die Bürger auch Eingaben zu den anderen Trassenverläufen machen, die nach wie vor möglich sind? Oder kann es passieren, dass alle Welt die Vorzugsvariante "zerrupft" und dass am Ende heimlich, still und leise ein Autobahnverlauf aufs Schild gehoben wird, mit dem eigentlich schon keiner mehr ernsthaft gerechnet hatte?Friedhelm Fischer, Leiter der Lüneburger Straßenbaubehörde und damit Chefplaner für die A39, betont, dass "alle anderen Varianten nach wie vor im Spiel" sind. Und: "Die Vorzugsvariante ist nur unser Vorschlag" — nicht mehr und nicht weniger. Änderungen könne es, so Fischer, durchaus noch geben. Dass die übrigen Alternativen nun im Raumordnungsverfahren, zu dem die öffentliche Auslegung gehört, gar keine Beachtung mehr finden, glaubt Fischer indes nicht: "Die Bürgerinitiativen fordern ja die Bürger auf, sich damit auseinanderzusetzen." Für den Fall, dass zu einer Variante selbst von Seiten der betroffenen Kommunen "gar nichts kommt", werde von Seiten der Raumordnungsbehörde eventuelle auch noch einmal gezielt nachgefragt. Derweil steht die Vorzugsvariante derzeit ganz klar im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Das wird optisch etwa zwischen Glüsingen und Mannhagen deutlich, wo die Autobahn dicht an Wohnbebauung vorbeiführen soll — hier steht seit kurzem ein A39-Schild. Das wird auch deutlich an Reaktionen aus der Nachbarschaft. In Bad Bodenteich beispielsweise hätte man die Autobahn gerne — aber nicht unbedingt vor der Haustür. Spitzen der Kommune haben bereits angekündigt, dass man sich gegen die Vorzugsvariante aussprechen werde, die eine Linienführung relativ dicht am Kurort vorsieht und die die Bodenteicher Seewiesen durchschneidet. Lieber sähe man dort eine weiter östlich verlaufende Trasse. Nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung (AZ) aus Uelzen hat man in Bodenteich in dieser Sache bereits Kontakt mit dem Wittinger Rathaus aufgenommen. Stadtbürgermeister Karl Ridder habe signalisiert, dass Wittingen ebenfalls eine östlichere Variante bevorzugen werde. Auch mit dem von der Planungsbehörde favorisierten Verlauf der Querspange ist man in Bodenteich offenbar nicht zufrieden: Dieser zerschneide die Gemeinde Lüder, heißt es in der AZ, und lieber sähe man im Bodenteicher Rathaus einen Verlauf der Querspange bei Wittingen/Stöcken und von dort auf Hankensbüttel zu. Das freilich wird wiederum mancher in Hankensbüttel ganz anders sehen. Erschienen: 11.04.2006: IK / 86 / Seite:3

Kommentare