Die Affäre...

. . . um Bundespräsident Christian Wulff hat dem deutschen Wortschatz also nun auch schon ein zusätzliches Verb beschert. Allerdings hat die Sache einen Haken, bedauert , der „Verein Deutsche Sprache“: Der Begriff „wulffen“ habe nämlich gleich zwei Bedeutungen.

Zum einen stehe er für das Vollquatschen eines Anrufbeantworters, zum anderen für jemanden, der nicht ganz die Wahrheit sage, aber auch nicht direkt als Lügner dastehen wolle. Uhlenköper grübelt da schon mal, wann er denn „gewullft“ hat in den letzten Wochen. Das mit dem Anrufbeantworter ist leicht, da hat jüngst das Gerät seines Freundes eine Belastungsprobe aushalten müssen. Und neulich, als er so gar keine Lust hatte zum Besuch des Konzertes, da hatte er abgesagt mit der Begründung, er habe zu arbeiten. Das muss ja nicht heißen, dass er Dienst hat. Arbeiten kann man ja auch im Garten. Und auch das Buch, das er gelesen hat in dieser Zeit, ist ja eigentlich Arbeit. An seiner Allgemeinbildung nämlich. Ist das nun schon gewulfft oder nicht? Und wie weit ist es schon gekommen in diesem Lande, wenn er sich darüber Gedanken macht, grübelt.

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