Eine Stunde mit McAllister im OHE-Werk – und die große Neuigkeit ganz zum Schluss

A 39 wird im Sommer 2013 gebaut

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Er hörte zu und informierte, staunte und plauderte – Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister ließ sich gestern eine Stunde lang durch das Betriebswerk der Osthannoverschen Eisenbahn AG in Uelzen führen.

Uelzen. Sie inspizieren Drehhalle, Werkstatthalle und Triebwagen, folgen unter Waggons hindurch und recken Mikrofone, Kameras und Hälse, um ja kein Wort von David McAllister bei seinem Besuch gestern im Uelzener Betriebswerk der Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE) zu verpassen.

Doch die Nachricht schlechthin serviert Niedersachsens Ministerpräsident den mitgereisten Journalisten auf seiner Sommertour erst ganz am Ende seines einstündigen Aufenthaltes: Das Kabinett des Landes habe entschieden, sowohl die Amerika-Linie als auch die A 39 in den neuen Bundesverkehrswegeplan zu bringen. Mehr noch: In Kürze werde der nördlichste Abschnitt der A 39 planfestgestellt, „im Sommer nächsten Jahres ist dann Baubeginn“, ergänzt der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer.

Zuvor hatte Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD) den Ministerpräsidenten darauf hingewiesen, dass natürlich der Bahnverkehr wichtig für die Region sei, für Uelzen als „trimodalen Standort“ aber auch die Autobahn. Außerdem habe man vor Jahren die Amerika-Linie, die Bahnstrecke zwischen Bremen und Berlin ertüchtigen wollen, was wegen des Toll-Collect-Projektes dann aber bis auf Weiteres verschoben wurde.

McAllister, dem der Schienenverkehr „Herzensanliegen“ sei, freute sich indes, dass man mittlerweile mit Metronom und dessen „Schwester“ Heidesprinter Erixx sowie der Nord-West-Bahn starke Wettbewerber gegen die Deutsche Bahn geschaffen habe. Das Land Niedersachsen habe das Fahrzeugmaterial dafür zur Verfügung gestellt, und es sei „schön zu sehen, dass diese Politik aufgeht“, sagte McAllister. Schließlich habe man nach den Privatisierungen zwischen 20 und 30 Prozent Fahrgastzuwächse zu verzeichnen.

Otto Rentschler, Geschäftsbereichsleiter Werke der OHE, erklärte die Erfolgsgeschichte des jüngsten Sprösslings Erixx so: Eine 97-prozentige Pünktlichkeitsquote auf einer eingleisigen Strecke sei eben ein sehr guter Wert. Und so wird derzeit für den Heidesprinter auf dem Uelzener OHE-Gelände für 4,5 Millionen Euro eine neue Halle gebaut, die Ende Oktober fertig sein soll. Mit ihr werden zehn neue Arbeitsplätze geschaffen.

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