„A39 ist wichtig für Industrie

ola Gifhorn. Ein Punkt steht auf der Tagesordung des Verkehrsausschusses des Landkreises Gifhorn, der morgen um 15 Uhr im Großen Sitzungszimmer des Gifhorner Schlosses tagt: Der Kreis soll eine Stellungnahme zur A39 abgeben. Das IK wollte wissen, wie die Fraktionsvorsitzenden des Kreistags der A39 gegenüber stehen.

"Wir haben im letzten Kreistag einen Antrag formuliert, dass sich der Landkreis aus dem Verfahren zurückziehen soll", macht Grünen-Chef Fredegar Henze deutlich. Generell sei seine Fraktion gegen die Autobahn, weil sie nicht benötigt werde. Henze spricht von Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro. "Das ist maßlos und aus unserer Sicht nicht zu verantworten", so Henze, "wir sehen keinen positiven Effekt für den Kreis." Da man gegen den Bau sei, sehe man auch keine Priorität für eine Vorzugsvariante.

Keine Argumente dagegen hat SPD-Chef Hans-Jürgen Schindler: "Die jetzige Vorzugsvariante ist über 60 Millionen Euro billiger als andere." Grundsätzlich sei die SPD für einen schnellen Ausbau der Autobahn. Betroffene, die Probleme mit der Vorzugsvariante haben, könne Schindler verstehen. Aber bei so einem Bau muss man mit Nachteilen rechnen und versuchen, den bestmöglichen Verlauf zu bekommen", so Schindler. Gerade für die nachfolgende Generation sei die A39 wichtig, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Dieser Aspekt ist auch für die Christdemokraten wichtig. "Wir brauchen die Autobahn für die Industrie in Norddeutschland, und davon ist auch der Nordkreis betroffen", so CDU-Chef Helmut Kuhlmann gegenüber dem IK. Ohne die A39 würde der Nordkreis abgehängt. Über den Trassenverlauf könne man laut Kuhlmann streiten, "aber ich persönlich bin mit der Vorzugsvariante zufrieden." Selbstverständlich müsse man darauf achten, dass Menschen nicht durch den Lärm belastet werden. Eingriffe in die Natur seien "hier und da" nicht zu vermeiden.

Ein weiterer Befürworter der Autobahn 39 ist auch FDP-Vorsitzende Adolf Bannier: "Das habe ich in mehreren Anträgen, die ich für die Gruppe CDU/FDP im Kreistag eingereicht habe, deutlich gemacht." Bannier hofft, dass das Raumordnungsverfahren zügig abgeschlossen wird, "damit der Bürger weiß, wie es dann weiter geht." Wichtig sei, dass die A39 komme.

Erschienen: 21.06.2006: IK / 142 / Seite:6

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