A39: Warten auf den 19. April

bo Uelzen/Wittingen. Am 19. April ist eine ganze Region schlauer: An jenem Donnerstag – sowie am Freitag, 20. April – wird in der Uelzener Stadthalle die offizielle Erörterung der 15000 Einwendungen gegen die A39 stattfinden.

Laut Holger Manthey, Chef für Landesentwicklung und Raumordnung bei der Regierungsvertretung Lüneburg, wird bei diesem Termin die Lüneburger Straßenbauverwaltung ihre Reaktion auf die Anregungen und Bedenken vorstellen, die im Rahmen des Raumordnungsverfahrens bei der Behörde eingegangen sind. Mit anderen Worten: Bei dieser nichtöffentlichen Veranstaltung wird die überarbeitete Version der Vorzugsvariante präsentiert, die dann aller Voraussicht nach Gegenstand des weiteren Verfahrens sein wird.

Eingeladen sind zu dem zweitägigen Termin die betroffenen Kommunen, die Träger öffentlicher Belange (Landvolk, Versorgungsunternehmen etc.) und der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39.

Laut Manthey sollen in der Uelzener Stadthalle "letzte Fragen geklärt werden". Die Vertreter der Kommunen haben Gelegenheit, mit der Planungsbehörde über die vorgebrachten Einwendungen zu diskutieren. Am ersten Tag soll es um allgemeine Fragen sowie den nördlichen Abschnitt der Trasse (Lüneburg-Uelzen) gehen, am zweiten Tag ist der südliche Teil zwischen Uelzen und Wolfsburg an der Reihe. Die Öffentlichkeit soll Manthey zufolge über die Presse informiert werden.

Die Autobahngegner haben das Bekanntwerden des Termins gestern zu erneuter Kritik genutzt: Das Gesetz sehe eigentlich nur einen Zeitraum von sechs Monaten für ein Raumordnungsverfahren vor, und die teilweise Verschiebung von Teilabschnitten der Vorzugsvariante löse "die grundsätzlichen Widersprüche und Planungsfehler nicht", meinte Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Über den Schutz- und Klagefonds werde weiterhin der Klageweg vorbereitet.

Erschienen: 23.03.2007: IK / amz / Seite:3

Kommentare