A-39-Rasthof nach Uelzen?

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Im Konflikt um geplante Rastanlage zeichnet sich neue Lösung ab.

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Im Konflikt um den Standort der geplanten Tank- und Rastanlage an der künftigen A 39 im Landkreis Uelzen zeichnet sich eine neue Lösung ab.

Die CDU-Fraktion im Uelzener Stadtrat stellt jetzt den Antrag, die geplante Anlage an einer der beiden vorgesehenen Anschlussstellen der A39 auf dem Gebiet der Stadt zu errichten. „Wir wollen den Rastplatz“, betont CDU-Fraktionschef Stefan Hüdepohl. Bürgermeister Otto Lukat (SPD) signalisierte auf AZ-Nachfrage Zustimmung: „Das würde gut zu unserer Infrastruktur passen.“

Der Kreisvorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT), Jochen Springer, bezeichnet diese Initiative als „erstes handfestes Ergebnis“ der auf dem MIT-Neujahrempfang angekündigten Offensive für das Autobahnprojekt (AZ berichtete). „Die Bienenbütteler wollen die Anlage nicht, in Uelzen ist sie hingegen sehr willkommen“, betont Springer.

Unterstützung erhält der MIT-Vorsitzende auch vom CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer und dem Chef der CDU-Kreistagsfraktion, Claus-Dieter Reese. „Die Autobahntrasse der A 39 kann man nicht verrücken“, betont Reese, „aber in der Detailplanung lässt sich einiges machen.“ Er will auch die Initiative „Pro A 39“ und die CDU-Kreistagsfraktion für diesen Vorschlag gewinnen.

Den ersten Vorstoß machte jetzt der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion. „Die Stadt Uelzen hat schon frühzeitig genügend Gewerbeflächen an der Autobahntrasse geplant und kann auch den An- und Abfahrtsverkehr besser verkraften als Bienenbüttel und Hohnstorf“, unterstreicht Hüdepohl.

MIT-Vorsitzender Springer berichtet, dass es bereits positive Signale aus der mittelständischen Wirtschaft gebe: „Die Unternehmen in Uelzen freuen sich über jede Belebung. Am liebsten wäre uns deshalb auch ein Autohof, der über entsprechende Zufahrten von einer der beiden Bundesstraße im Ostkreis verfügt und nicht nur von der Autobahn aus erreichbar ist“, sagt Springer.

Die Stadtverwaltung habe bereits jüngst im nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss diese Option als eine Möglichkeit skizziert. „Wir wollen aber zunächst nicht einen Wettbewerb gegen eine Standort antreten, der dafür vorgesehen ist“, erläutert Lukat die bislang defensive Haltung der Stadt. Da eine Ansiedlung im Nordkreis nunmehr jedoch auf Ablehnung stößt, wäre Uelzen aber bereit, hier einzuspringen. „Für uns ist das eine Chance“, bekennt Uelzens Bürgermeister. Das Thema komme jetzt auf die Tagesordnung. Lukat rechnet mit einer breiten Zustimmung.

Landtagsabgeordneter Híllmer will ein positives Signal aus Uelzen abwarten, um sich selbst für den Vorschlag stark zu machen. „Sobald der Rat der Stadt eine Verlegung der Rastanlage mehrheitlich fordert, werde ich mich hierfür im Verkehrsministerium und bei der Straßenbauverwaltung stark machen“, verspricht Hillmer und glaubt: „Wenn alle Kräfte aus Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen, werden wir in Hannover offene Türen einlaufen.“

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