10000 Eingaben zur A39

az Lüneburg. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Trasse der Autobahn 39 etwas anders aussehen wird als die Vorzugstrasse", sagt Dr. Holger Manthey. Rund 10000 Stellungnahmen stapeln sich in den Büros der Regierungsbehörde in Lüneburg, die der Behördenchef im Rahmen des Raumordnungsverfahrens mit seinen Mitarbeitern sichten und auswerten muss. Von 220 angeschriebenen Kommunen, die in irgendeiner Form von der Trasse betroffen sein könnten, haben rund 140 eine Stellungnahme abgegeben – am Montag lief die Frist dafür ab.

Zahlreiche Autobahngegner äußern grundsätzliche Zweifel, ob die Fernstraße überhaupt notwendig ist. Auch die Forderung, die B4 als Trasse nochmals zu prüfen, "wurde mit einem solchen Nachdruck betrieben, dass wir das noch einmal aufgreifen werden", so Manthey – mit allerdings wohl eher geringen Aussichten auf Erfolg. Bemerkenswert findet Manthey auch die Kritik von Landwirten, dass die Trasse hauptsächlich durch Felder geplant worden sei. "Man wird diskutieren müssen, ob nicht auch einige Wälder betroffen sein könnten", so der Vertreter der Regierungsbehörde.

Nach der Auswertung der Stellungnahmen wird die Straßenbaubehörde mit der Prüfung verschiedener Stellungnahmen beauftragt. Bei einem Erörterungstermin, wahrscheinlich im Oktober, wird das Ergebnis vorgestellt. Anschließend muss das Bundesverkehrsministerium die Trasse festlegen.

Erschienen: 02.08.2006: IK / 178 / Seite:6

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