Volleyball-Landesliga: Staffelleiterin zieht sechs Zähler ab / Verein legt Protest ein

Punkteschock für Holdenstedt

Nummernsalat im Spielberichtsbogen mit der Neun von Katrin Schmidt und der Sechs von Kristin Bruns könnte den SVH wichtige Punkte im Abstiegskampf kosten. Der Protest läuft. Foto: B. Klingebiel

ls Uelzen-Holdenstedt. Böse Überraschung für die Volleyballerinnen des SV Holdenstedt.

Staffelleiterin Sarah Vree hat die sportlich herausgespielten und im Abstiegskampf immens wichtigen Erfolge des Landesligisten gegen die SF Aligse II (3:1) und SVG Lüneburg II (3:0) in 0:3-Niederlagen umgewandelt, sechs Punkte abgezogen und gegen den SVH zudem eine Geldstrafe verhängt.

In der Begründung der Staffelleiterin heißt es, dass der SVH in beiden Partien eine nicht spielberechtigte Akteurin eingesetzt habe. Die Spielerin mit der Nummer 6 (Kristin Bruns) habe nicht in den Mannschaftslisten der Spielberichtsbögen gestanden. Die Holdenstedterinnen haben gegen die Entscheidung beim Nordwestdeutschen Volleyballverband (NWVV) fristgerecht Protest eingelegt und begründen diesen mit Fehlern, die die jeweiligen Schiedsgerichte zwingend während der Partien hätten bemerken müssen. Demnach war die Spielerin Kristin Bruns sehr wohl in den Mannschaftslisten aufgeführt, allerdings fälschlicherweise mit der Nummer 9, die auch an Katrin Schmidt vergeben war. Der Umstand, dass in der Liste zwei Mal die Rückennummer 9 vergeben war und die Sechs nicht, hätte den Schiedsgerichten auffallen müssen, erklärt der SVH. Dann hätten die Holdenstedterinnen den offensichtlichen Schreibfehler korrigieren können. Der Vorwurf, dass der SVH eine nicht einsatzberechtigte Akteurin aufgeboten habe sei „komplett unzutreffend“, da für alle eingesetzten Spielerinnen ein gültiger Spielerpass vorlag.

Die Entscheidung über den Protest obliegt nun dem Rechtsausschuss des NWVV.

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