Oberligist Teutonia Uelzen setzt nach Neubeginn den Negativlauf fort

Am Ende bleibt wieder Frust

Lingen (Torschütze Timo Kepplin) zeigte Teutonia (Stephan Blödorn) die kalte Schulter.
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Lingen (Torschütze Timo Kepplin) zeigte Teutonia (Stephan Blödorn) die kalte Schulter.

Uelzen. Fußball-Oberligist Teutonia Uelzen setzt auch unter Interimstrainer Michael Zerr seine Negativserie fort und bleibt sieglos. Am gestrigen Sonntag unterlag das Tabellen-Schlusslicht vor nur noch 103 Zuschauern im heimischen Sportpark dem TuS Lingen mit 0:3 (0:1) Toren.

„Noch drei oder vier solcher Ergebnisse, und wir werden Probleme haben, die Saison vernünftig zu Ende zu bekommen“, erklärte Zerr nach der Partie.

Der Nachfolger des entlassenen Qendrim Xhafolli wählte eine nominell deutlich offensivere Aufstellung mit Gregor Trowitzsch in der Sturmmitte, Andris Kuvsinovs auf dem rechten und Dennis Flügge auf dem linken Flügel. Stephan Blödorn spielte auf der Sechs.

Die Abwehrkette war neu geschmiedet mit Lennart Zahn, Philipp Hatt und Christian Okafor. Hatt, der von Zerr zum Innenverteidiger umfunktionierte Mittelstürmer, überzeugte mit einer abgeklärten Spielweise. Dafür aber demonstrierte Teutonia einmal mehr eine eklatante Abschlussschwäche. „Philipp ist in der jetzigen Situation für uns in der Innenverteidigung wertvoller“, unterstrich Zerr.

Eine Stunde lang präsentierte sich Teutonia im Vergleich zu vielen Heimspielen zuvor verbessert, setzte sogar dynamische Offensivakzente, denen in letzter Konsequenz aber die Entschlossenheit fehlte. Nach zehn Minuten lag die Führung in der Luft, doch Lingens Torwart Roman Frik kam mit den Fingerspitzen an einen Schrägschuss von Trowitzsch noch heran und drehte die Kugel um den Pfosten.

Lingen hatte deutlich mehr Ballbesitz, brachte Teutonia-Keeper Marvin Paulini aber zunächst nicht in Bedrängnis. Der 19-Jährige zeigte einige gute Paraden, er offenbarte jedoch erhebliche Probleme mit der Spieleröffnung. Ein kurzer Abwurf auf Zahn, der den Ball im Pressing gegen zwei Lingener an den Torschützen Heinz Frimming verlor, sollte in der 58. Minute zum vorentscheidenden 0:2 führen. Frimming hob den Ball über Paulini hinweg ins Netz.

Zuvor hatte Chris Schippers per Strafstoß für Lingen zum Pausen-0:1 getroffen. Zerr haderte: „Den kann man pfeifen, aber wir provozieren die Aktion selbst.“ Und just als Zerr nach dem 0:2 die Bemühungen um den Anschlusstreffer mit einem Doppelwechsel forcieren wollte, kam der endgültige Tiefschlag. Noch in der selben Minute erhöhte Timo Kepplin auf den frustrierenden 0:3-Endstand.

Von Bernd Klingebiel

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