Fußball – Bezirksliga: Sprakensehl gastiert zum Auftakt beim Dritten Reislingen-Neuhaus

Keine kalten Füße vor Kaltstart

Vor Vassili Lütke (hinten) müssen die Spieler aus Reislingen-Neuhaus nicht zittern. Der SSV-Verteidiger fällt verletzt aus. Foto: mj

mj Sprakensehl. Da ist doch der Wurm drin. Vom Glück ist Fußball-Bezirksligist SV Sprakensehl in dieser Saison wahrlich nicht verfolgt.

Nach einer arg durchwachsenen Hinserie, die auf Platz 14 endete, wollte die Mannschaft von Trainer Rouven Lütke eigentlich am vergangenen Sonntag in Didderse die Aufholjagd starten.

Dass die Partie beim Letzten abgesagt wurde, war Lütke so gar nicht Recht. Nun muss der SSV den Kaltstart beim Dritten SV Reislingen-Neuhaus (Sonntag, 14.30 Uhr) hinlegen. „Das ist nicht optimal“, verzieht Lütke das Gesicht. Während sein Team sich nicht einspielen konnte, dürfte Reislingen-Neuhaus doch einige Test auf den Wolfsburger Kunstrasenplätzen in den Beinen haben, mutmaßt der Sprakensehler Coach.

Der Optimismus, zum Jahresstart punkten zu können, ist bei Lütke trotz der ungünstigen Umstände ungebrochen. „Ich rechne mir etwas aus“, sagt der SSV-Coach, der gegen den spielstarken Gegner seinem Team ein defensiveres Konzept auf den Leib schneidern will. „Wir werden sicher nicht Pressing spielen, sondern eher die Räume zu stellen.“

Dass die Sprakensehler wie in der letzten Saison wieder in Reislingen-Neuhaus den ersten Schritt zur Rettung machen, glaubt Lütke aber nicht. Das 2:0 im ersten Spiel nach der Winterpause sei mit der aktuellen Lage nicht zu vergleichen. „Die Konstellation war anders“, meint der SSV-Trainer. Damals hätten die Winterneuzugänge Stefanos Bouglas, Oktay Gülabi und vor allem Valeri Renz der Mannschaft einen Schub gegeben. Das Spiel war „überragend.“

Ohne Andre Sterz, ohne Vitali Sterz (beide im Winter zu Germania Ummern gewechselt) und ohne den am Rücken verletzten Vassili Lütke müsste sein Team „so lange wie möglich hinten dicht halten. Für einen Konter sind wir immer gut“, meint Sprakensehls Trainer, dessen Hoffnungen im Angriff auf den genesenen Torjäger Waldemar Bier ruhen.

Für einen Erfolg bräuchte Sprakensehl schon einen „glücklichen Spielverlauf“, räumt Lütke ein. Vielleicht fängt das Jahr doch noch gut an. Bisher waren die Gelb-Schwarzen wahrlich nicht von Fortuna begünstigt.

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