Wolfsburg verlängert mit Allofs

Hecking: Keine Angst vor Bayern-Angriff auf de Bruyne

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Hier geblieben: Wolfsburg will Kevin de Bruyne halten.

Wolfsburg - Wolfsburg-Manager Klaus Allofs verlängert seinen Vertrag. Eine der größten Aufgaben für Allofs ist die Personalie Kevin de Bruyne. VfL-Coach Dieter Hecking glaubt an einen Verbleib.

Manager Klaus Allofs soll seinen bis 2016 laufenden Vertrag beim Bundesligisten VfL Wolfsburg noch im April verlängern. Das meldet die "Sport Bild". Allofs, der seit November 2012 bei den Wölfen arbeitet, habe sich mit den Niedersachsen auf eine Zusammenarbeit bis 2019 geeinigt.

In den kommenden Jahren will Allofs mit dem derzeitigen Tabellen-Zweiten regelmäßig in die Champions League. „Die Entwicklung ging schneller als erwartet. Das Ziel ist nun, dass sich der VfL dauerhaft unter den Top Vier platziert. Dazu wollen wir in Endspiele, Titel gewinnen. Wir wollen auch innovativer werden und am besten zu den Marktführern zählen“, sagte Allofs der Sport Bild vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Europa-League am Donnerstag beim SSC Neapel (21.05 Uhr/Sky und Kabel eins).

Hecking: "Ich glaube, es ist bei ihm angekommen"

Als ein solcher Marktführer ist es für die Wolfsburger auch wichtig, einen Ausverkauf zu verhindern. Allen voran Kevin De Bruyne ist das Objekt der Begierde bei den europäischen Top-Klubs. Coach Dieter Hecking glaubt aber an einen Verbleib des belgischen Top-Scorers. "Ich glaube, die Bayern können im Moment einen Angriff starten", sagte der 52-jährige Trainer zur "Bild". "Kevin hat bei uns die Ruhe, die er braucht, um zu reifen und sich weiter zu entwickeln. Ich glaube, es ist bei ihm angekommen, dass es ihn gut tun würde, mit uns zusammen eine Champions-League-Saison zu spielen, um auf diesem Niveau zu beweisen, dass er auch in diesem Wettbewerb herausragende Leistung bringen kann."

Allerdings selbst dann, werde es de Bruyne nicht an die Isar ziehen. Das vermutet zumindest Stefan Effenberg, der für beide Vereine spielte. "Ich hoffe, dass er erkannt hat, dass Wolfsburg für seine Entwicklung derzeit genau richtig ist", sagte der 46-Jährige in der "Sport Bild". "Und im nächsten Schritt schielt er auf was anderes als Bayern, das sagt mir mein Gefühl."

Bei Allofs genießt die Personalie de Bruyne große Wichtigkeit. Wolfsburg will seinen lange Zeit überragenden Spielmacher mit einem neuen Vertrag ausstatten, allerdings wohl nicht mehr in dieser Spielzeit. „Es wird erst zur neuen Saison ein Thema sein“, sagte Allofs. Der belgische Internationale hat ein Arbeitspapier mit Gültigkeit bis 2019 beim Werksklub. Anfragen anderer Klubs sollen nicht vorliegen.

VW-Aufsichtsratsmitglied lobt Allofs

Allofs, der im November 2012 den VfL im Abstiegskampf übernommen hatte, genießt mittlerweile höchste Anerkennung im Klub. „Die Entwicklung des VfL seit dem Amtsantritt von Klaus Allofs ist absolut positiv zu bewerten, und zwar nicht nur die sportliche Entwicklung“, sagte Aufsichtsratsmitglied Stephan Grühsem.

Ein großes Ziel von Allofs in dieser Saison ist das Erreichen des DFB-Pokals am 30. Mai in Berlin. „Ich weiß es doch noch aus meiner Zeit bei Werder: Endspiele in Berlin waren Pilgerfahrten. Das gibt einem Klub nochmals einen richtigen Schub“, sagte Allofs. Im Halbfinale muss sich der VfL allerdings zunächst am 29. April bei Drittligist Arminia Bielefeld durchsetzen.

sid/ms

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