Südafrika-Reise fraglich

Autounfall: Wolfsburg-Profi Malanda ist tot

Junior Malanda
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Junior Malanda ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg trauert um seinen Jungstar Junior Malanda. Der belgische Junioren-Nationalspieler kam am Samstag bei einem Autounfall ums Leben. Das bestätigte der Klub am Samstagabend.

Das Auto, in dem sich Junior Malanda befand, kam wegen starkem Wind und erhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab.

Der 20-Jährige verunglückte nach Polizeiangaben um 15.25 Uhr auf der A2 bei Porta Westfalica auf der Fahrt in Richtung Hannover.

Am Abend sollte der VfL-Profi mit seinen Teamkollegen den Flug ursprünglich von Braunschweig aus ins Trainingslager nach Südafrika antreten. Aufgrund der Schreckensnachricht sagte der Klub den Flug ans Kap zunächst ab. Sonntagvormittag soll nach SID-Informationen nun mit der Mannschaft beraten und entschieden werden, ob das Team unter dem Eindruck der Tragödie überhaupt noch ins Trainingslager reisen wird.

Grund für den Unfall soll nach erster Einschätzung der Polizei überhöhte Geschwindigkeit bei nasser Fahrbahn und starkem Wind gewesen sein. Der Wagen sei ins Schleudern geraten, über die Leitplanke geflogen und gegen einen Baum geprallt. Der VfL-Profi habe den SUV nicht selbst gefahren, sondern auf der Rückbank gesessen. Mit Malanda befanden sich der Fahrer sowie eine weitere Person in dem Auto, heißt es. Laut der Polizei in Bielefeld sind die Ermittlungen über den genauen Hergang des Unfalls noch nicht abgeschlossen.

Bei Wolfsburgs Spielern saß der Schock über die Nachricht vom Tod ihres Mannschaftskameraden tief. Als erste Reaktion twitterte der belgische Nationalspieler Kevin de Bruyne zu einem gemeinsamen Bild mit Malanda: „Es ist so merkwürdig, wenn Du Deinen Freund morgens noch gehört hast und dann nachmittags solche Nachrichten erfährst. Ich habe einen großen Freund verloren. Ruhe in Frieden, Du wirst immer bei uns sein.“

Weltverbands-Präsident Joseh S. Blatter kondolierte ebenfalls. „Ich bin geschockt und traurig“, twitterte der Schweizer FIFA-Chef. Wie die Weltmeister Lukas Podolski, Mario Götze und Benedikt Höwedes, mehrere Bundesligisten und zahlreiche internationale Vereine bekundete auch Belgien Nationaltrainer Marc Wilmots seine Anteilnahme über den Kurznachrichtendienst und erinnerte auch noch einmal an Malandas sportliche Qualitäten. „Der belgische Fußball hat eines seiner größten Talente verloren“, schrieb der frühere Bundesliga-Profi von Schalke 04.

Kurz nach Bekanntwerden von Malandas Unfalltod war Wolfsburgs Internet-Homepage nicht mehr erreichbar. Auch Malandas Profil auf dem Internet-Portal transfermarkt.de konnte am Samstagabend vorübergehend nicht mehr geöffnet werden.

Der VfL verpflichtete Malanda im Sommer 2013 von Zuite Waregem, ließ das Talent jedoch zunächst auf Leihbasis weiter bis Ende 2013 für die Belgier spielen. Seither bestritt der Mittelfeldspieler insgesamt 17 Bundesliga-Einsätze, davon zehn Spiele in der laufenden Saison (2 Tore).

SID

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