Noch keine Einigung mit ManCity

Allofs dementiert De-Bruyne-Wechsel

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Klaus Allofs ist ziemlich genervt von den dauernden Fragen nach Kevin de Bruyne.

Wolfsburg - Noch gibt es keine Einigung über einen Wechsel von Kevin De Bruyne vom VfL Wolfsburg zu Manchester City. VfL-Sportdirektor Allofs gibt sich gelassen. Selbst ein Scheitern des Transfers würde ihn nicht stören.

Der Wechsel von Kevin De Bruyne vom VfL Wolfsburg zu Manchester City ist zur Hängepartie geworden. VfL-Sportdirektor Klaus Allofs dementierte am Donnerstag Medienberichte über eine Einigung. „Stand heute ist er Spieler des VfL Wolfsburg“, sagte er. Allofs bestätigte allerdings Verhandlungen mit dem Club aus der Premier League. Der 58-Jährige machte damit klar, dass der VfL dem Wunsch des Spielers entsprechen würde, ihn ziehen zu lassen.

Schon seit Wochen wurde über den Transfer des belgischen Fußball-Nationalspielers nach Manchester spekuliert. Als Ablösesumme stehen mindestens 75 Millionen Euro im Raum. Damit wäre der 24 Jahre alte De Bruyne der mit Abstand teuerste Spieler in der Bundesliga-Geschichte. Erst im Juni hatte 1899 Hoffenheim für Roberto Firmino vom FC Liverpool etwa 41 Millionen Euro erhalten. De Bruyne besitzt noch einen Vertrag bis 2019 bei den Niedersachsen.

Allofs sagte, dass der Verein lange überlegt und versucht habe, den Offensivspieler davon zu überzeugen, seinen Vertrag zu erfüllen oder zumindest ein Jahr noch zu bleiben. „Nachdem uns das nicht gelungen ist, haben wir gesagt: Jawohl, wir ziehen das in Betracht, wir gehen in Verhandlungen mit Manchester City“, sagte der Manager.

Nach Aussage von Allofs und Trainer Dieter Hecking sollte De Bruyne am Nachmittag beim Abschlusstraining für das Punktspiel gegen den FC Schalke 04 am Freitag dabei sein. Ob er auch spielen wird, ließ Hecking offen. „Das wird man sehen“, meinte der Coach und fügte zum ganzen Hin und Her um seinen Star-Spieler hinzu: „Das ermüdet mich. Ich habe Wichtigeres zu tun.“

Bis zum Montag haben die Verhandlungspartner noch Zeit, sich zu einigen. Dann endet die Transferperiode. „Das Interesse des VfL Wolfsburg muss ausreichend berücksichtigt werden“, sagte Allofs. „Werden unsere Vorstellung nicht erreicht, wird Kevin auch in der laufenden Saison unser Spieler sein. Was mir durchaus recht ist.“

Der VfL Wolfsburg hatte ursprünglich De Bruyne unbedingt halten wollen und soll ihm zuletzt eine deutliche Anhebung der Bezüge angeboten haben. Bei den Verhandlungen hat es der VW-Club aber mit der finanziellen Macht des Vereins von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan zu. In Manchester soll De Bruyne angeblich 20 Millionen Euro pro Jahr einnehmen.

Wolfsburg würde in ihm den besten Bundesliga-Spieler der vergangenen Saison. Er war im Januar 2014 von FC Chelsea zu den „Wölfen“ gekommen. Mit 31 Scorerpunkten war er der Garant für eine erfolgreiche Spielzeit des VfL, die mit Vizemeisterschaft und dem Pokalsieg gekrönt wurde. Mit De Bruyne wollten die Niedersachsen in dieser Saison Rekordmeister Bayern München angreifen. Nun müssen sie wohl auch in der Champions League ohne ihn auskommen. Sollte der Wechsel perfekt sein, wird damit gerechnet, dass der VfL bis zum Transferschluss nach Ersatz sucht.

dpa

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