Jerez - Sebastian Vettel ist zurück auf der Rennstrecke. Der Formel-1-Doppelweltmeister drehte am Donnerstag seine ersten Runden im neuen Auto. Das ließ sich auch sein oberster Boss nicht entgehen.

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Sebastian Vettel.
Sebastian Vettel gibt wieder Gas. Unmittelbar nachdem die 4,42 Kilometer lange Strecke des Circuito de Jerez am Donnerstag freigegeben worden war, absolvierte der Heppenheimer im neuen Red Bull seine ersten Kilometer. Allerdings wurde der Tatendrang des Formel-1-Titelverteidigers kurz danach gestoppt. Nach einem Abflug des neuen Force-India-Testfahrers Jules Bianchi musste die Strecke für 20 Minuten gesperrt werden.
Kaum wieder freigegeben, brachte Vettel den RB8 bei gerade mal drei Grad wieder auf Betriebstemperatur. Denn Zeit für das große Ziel gibt es nicht zu verlieren. „Wir wollen beide Trophäen verteidigen. Sie sehen perfekt in unserer Vitrine in der Fabrik aus“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.
Bei Herausforderer Ferrari klang die erste Zwischenbilanz dagegen alarmierender. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, betonte Felipe Massa. „Es ist erst der Anfang einer großen Aufgabe, um ein zuverlässiges und leistungsfähiges Auto zu bekommen“, meinte der Brasilianer. Dass Fernando Alonso am Donnerstag dann unfreiwillig Zeit für ein ausgiebiges zweites Frühstück gehabt hätte, passte ins Bild: Ein Hydraulik-Problem am neuen F2012 musste behoben werden.
Allerdings blieb auch Vettel eine Weile in der Box, während zur gleichen Zeit Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz an der Strecke eintraf. Kurz vor Mittag konnte Vettel auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs wieder seine Fahrlust befriedigen. „Darauf hat man den ganzen Winter gewartet“, hatte er bei der Vorstellung des neuen Autos gesagt: „Es ist doch dann eine ziemlich lange Zeit, die man nicht im Auto sitzt und es ist dann natürlich schön rauszufahren und zu spüren, man hat wieder ordentlich Dampf unter der Haube.“
Unterdessen nutzte Vettels neuer Physiotherapeut und Personal-Coach die Testfahrten, um sich an die Formel-1-Welt zu gewöhnen. Heikki Huovinen hat den Posten von seinem finnischen Landsmann Tommy Parmakowski übernommen, den es zurück zum Eishockey gezogen hatte. Nun soll Huovinen Vettel für die nächste Titelmission fit machen.
dpa
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