Stade/Uelzen. Schöner geht selten etwas daneben im Fußball: Teutonia Uelzens Kicker jedenfalls konnten in den letzten Partien gegen den TuS Güldenstern Stade phasenweise auch noch so eine Grütze zusammenspielen, am Ende standen sie immer als Gewinner da.

© Klingebiel
Neuzugang Andris Kuvsinovs deutete bei seinem Debüt im blau-gelben Trikot am letzten Sonnabend in Suderburg an, dass er die erwartete Verstärkung sein wird.
Der Höhepunkt der kuriosen Siegesserie mit jüngst vier Erfolgen am Stück gegen Glücksbringer Güldenstern: In der letzten Oberligasaison führten die Elbestädter im Absteigerduell in Uelzen nach 13 Minuten schon mit 0:3 und, na klar, verloren noch mit 4:3.
So gesehen, kann der Mannschaft von Trainer Ralf Sievers ja gar nicht Besseres passieren, als im ersten Landesligaspiel nach der Winterpause gegen den TuS anzutreten. Ob die Partie des 20. Spieltages am kommenden Sonntag auf Kunstrasen in Stade allerdings ausgetragen werden kann, war auch bis gestern noch sehr fraglich, erklärte TuS-Trainer Martin König gegenüber der AZ. In den Randbereichen sei die Anlage gefährlich vereist. Wird gespielt, dann werden wichtige Punkte vergeben: Güldenstern ist dem Kreisrivalen Drochtersen im Titelkampf auf den Fersen, und Teutonia den Stadern im Rennen um den wahrscheinlichen Relegationsplatz zwei.
Teutonia glückte während der Winterpause sogar nur eine Partie. Am letzten Sonnabend beim 9:1 gegen Kreisligist VfL Suderburg. Die Neuzugänge Reno Schellin und Andris Kuvsinovs fügten sich gut ein, zeichneten sich als Torschützen aus.
Bei Teutonia läuft die Vorbereitung auf den Sonntag nach gewohnter Marschroute mit dem Abschlusstraining am heutigen Abend. Wird die Partie dann aber doch abgesagt, lässt Sievers am Sonntag stattdessen trainieren. Den kleinen und für seine Männer ungewohnte Kunstrasenplatz sieht Uelzens Trainer nicht unbedingt als nachteilig an für sein Team. Das nämlich sei nach der Winterpause läuferisch noch nicht in der gewünschten Verfassung, weil die Studenten im Team nicht immer an den Übungseinheiten teilnehmen konnten. Auch taktisch gestattet die Miniversion Variationen, zum Bespiel ein 4-2-3-1 mit nur einer Anspielstation ganz vorn und damit abweichend vom bisher erfolgreich praktizierten 4-4-2.
Sievers steht der gesamte Kader zur Verfügung – mit kleinen Einschränkungen: Sören Oldag plagt sich weiterhin mit Kniebeschwerden, und Ersatztorwart Maurice Maus zog sich bei einem Handballspiel eine Jochbeinprellung zu. Mit Marco Stoffregen soll ein Talent aus den eigenen Reihen auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
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