Gießen im Gemüsebeet: Lieber 14 Liter auf einmal

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Einfach draufhalten ist nicht gut: Zwar tun Hobbygärtner Pflanzen mit Wasser an heißen Tagen grundsätzlich etwas Gutes. Aber wird das Wasser von oben auf die Blätter gesprüht, kann das zu Verbrennungen und Krankheiten führen. Foto: Kai Remmers

Der Sommer ist da - und mit ihm ein paar heiße Tage. Jetzt muss der Hobbygärtner seine Pflanzen zuverlässig mit Wasser versorgen. Doch einfach nur zu geben, kann auch falsch sein: In der Hitze verdunstet sonst viel Wasser, bevor es die Wurzeln erreicht.

Berlin (dpa/tmn) - Gemüsepflanzen mit hohem Wasserbedarf müssen besonders regelmäßig gegossen werden. Ein Fehler, den manche Hobbygärtner dabei machen: Sie unterschätzen, wie viel davon verdunstet. Gibt man den Pflanzen im Beet täglich 2 Liter pro Quadratmeter, verdunstet gut 1 Liter davon.

Daher raten die Experten der Bayerischen Gartenakademie, besser die 14 Liter pro Woche an einem einzigen Tag ins Beet zu gießen. Und zwar verteilt auf mehrere Stunden, so dass das Wasser jeweils Zeit bekommt, einzusickern.

In Hitzeperioden lässt sich kostbares Gießwasser zusätzlich sparen, indem man verkrusteten Boden immer wieder aufhackt. Das verringert ebenfalls die Verdunstung. Mulchschichten aus Stroh, Rasenschnitt und anderen Grünresten helfen ebenfalls, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Diese Tipps lassen sich auch auf andere Pflanzen übertragen.

Doch nicht alle Pflanzen kommen mit weniger Wassergaben aus: Topfpflanzen brauchen täglich Nachschub. Sie können sich schließlich nicht zusätzlich aus den Tiefen des Gartenbodens versorgen. Außerdem ist ihr Substratvolumen begrenzt, und damit auch die Speicherfähigkeit.

Der Bundesverband Einzelhandelsgärtner in Berlin empfiehlt, zu gießen, wenn es an heißen Tagen am kältesten ist - also am frühen Morgen sowie an sehr heißen Tagen zusätzlich abends. Am besten gibt man mit einer Gießkanne ohne Brausekopf kalkarmes Wasser direkt auf das Substrat, wo es direkt einsickert.

Tipps der Gartenakademie zum Gemüsebeet

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